RB Leipzig

Ralph Hasenhüttl über das Training in der Länderspielpause

21.03.2017, 17:55
Training ohne Nationalspieler – Zeit für Kleingruppen und Einzelgespräche.
Training ohne Nationalspieler – Zeit für Kleingruppen und Einzelgespräche. imago

Das kickende Personal beim öffentlichen Training ist sichtlich dezimiert. Neben den fehlenden Nationalspielern Forsberg, Sabitzer, Ilsanker, Werner, Burke, Gulacsi sowie Selke und Upamecano (beide U21) fehlten auch der geschonte Keita und der verletzte Poulsen. Ralph Hasenhüttl erklärte den anwesenden Berichterstattern, was er mit dem verbliebenen Personal anstellt.

Keine Extra-Laufeinheiten für verbliebene Profis

Bei den Niederlagen gegen Wolfsburg und Bremen haderte Ralph Hasenhüttl erneut mit der Chancenverwertung. Obwohl RB Leipzig zuletzt auch bei den abgespulten Kilometer nicht mehr so herausragt wie in der Hinrunde, gibt es keine Extra-Laufeinheiten. „Wir möchten schon im Spiel mit Ball und gegen den Ball intensive Einheiten starten, wo wir die Jungs mit intensiven Spielformen belasten wollen, nicht unbedingt mit Laufeinheiten. Das ist das, was den Jungs am meisten Spaß macht“, so Hasenhüttl.

Offensive Spielformen und Schulung der Viererkette

Die verbliebenen Profis, aus der Stammelf die komplette Abwehrreihe plus Diego Demme, sollen also über den Spaßfaktor wieder zur Spielfrische finden. Dabei will der RB-Coach auch nochmal die Viererkette schulen und viele Abschlussformen und Offensivaktionen trainieren. Dort hakte es zuletzt, jetzt fehlt allerdings die komplette Stammoffensive. Das sah Ralph Hasenhüttl aber nicht als Problem. „Man kann auch mit kleinen Gruppen arbeiten. Es ist schon einiges, was wir reinpacken können.“

Ralph Hasenhüttl hat Zeit für Einzelgespräche

Mit mehr Ruhe auf dem Trainingsplatz ergeben sich auch mal neue Konstellationen und etwas Zeit für Gespräche. „Klarerweise hat man, wenn die Gruppe nicht so groß ist, die Möglichkeit mit dem ein oder anderen Spieler zu sprechen, der sonst vielleicht zu kurz kommt.“ So gab es eine längere Unterredung mit Diego Demme, dem sein Trainer viel zu erzählen hatte. „Es war ein ganz normales Gespräch, wie man möglichst jedem ein persönliches Feedback gibt. Wie man ihn sieht und was man besser machen kann.“

Auch mit Teampsychologen Sasche Lense tauschte sich Hasenhüttl aus, das sei allerdings nichts besonderes. „Ich rede jeden Tag mit Sascha Lense beim Training. Wenn sich die Mannschaft warm macht, kann man immer ein paar Sachen besprechen. Die Zeit ist knapp bemessen. Die kann man nutzen, um ein paar Grundgedanken durchzuspielen.“ Die momentane Krise nach zwei Niederlagen sei kein besonderes Thema, der Fokus schon wieder auf den nächste Schritten.

Kann RB Leipzig Borussia Dortmund auf Abstand halten?

Wobei er gerne gleich wieder eine Spielvorbereitung auf das Wochenende gehabt hätte, um das letzte aus dem Kopf zu bekommen. „Es gilt jetzt, den Blick auf die nächsten Wochen zu richten. Das wird sehr interessant. Wir wollen gegen Darmstadt gut einsteigen, sie sind eine Mannschaft, gegen die man viel Geduld braucht.“

Wenn man auch gegen den designierten Absteiger nicht gewinnen kann, könnte am nächsten Spieltag sogar schon Borussia Dortmund vorbeiziehen. Daran verschwende die Mannschaft aber keinerlei Gedanken. „Wenn man keine Punkte holt, kann man davon ausgehen, dass die Konkurrenz nicht gerade weiter weg rückt. Aber wir schauen nicht nach dem Aufstehen auf die Tabelle und sagen, ah ja, Moment, sind nur noch drei Punkt auf Dortmund. Das ist nicht unser Ansatz.“ Immerhin hat auch der BVB eine schwere Aufgabe vor der Brust und muss zum Derby beim aufstrebenden FC Schalke 04 ran.