Romulos Vertreter gegen Bremen RB-Neuzugang Harder hadert noch
Beim Sieg gegen Werder Bremen hatte Conrad Harder einen schwierigen Einstand bei RB Leipzig. Doch Trainer Ole Werner hat auch Positives gesehen und baut den Dänen behutsam auf.

Leipzig – Seinen Einstand in der Startelf von RB Leipzig hat sich Conrad Harder sicher anders vorgestellt. In Abwesenheit von Stamm-Mittelstürmer Romulo durfte der junge Däne beim 2:0 gegen Werder Bremen zum ersten Mal von Beginn an auflaufen und erlebte einen für einen Stürmer ernüchternden Nachmittag: kein Torschuss, keine Torschussvorlage, 19 Ballkontakte, ein gewonnener Zweikampf, eine unnötige Gelbe Karte.
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Präsenz im Strafraum fehlt
Harder, der für etwa 23 Millionen Euro in letzter Sekunde von Sporting Lissabon gekommen war, ist noch nicht so recht bei RB angekommen. Im Vergleich mit Sturmkollege Romulo (20 Millionen Euro) fällt er noch klar ab – zumindest in den Szenen mit Ball. „Im Strafraum hätte ich mir mehr Präsenz von ihm gewünscht, was Laufwege angeht”, kritisierte auch Trainer Ole Werner. In einer Szene in der zweiten Halbzeit etwa stieß Ridle Baku bis an die Grundlinie durch und legte den Ball zurück in den Strafraum, wo sich Harder jedoch hinter seinem Gegenspieler versteckte, anstatt torhungrig den Ball zu fordern.
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Doch Werner weiß, wie man Spieler streichelt und ihnen Selbstvertrauen verleiht. Daher fand der Coach grundsätzlich lobende Worte zum Debüt des wuchtigen Stürmers. „Ich fand, dass er sehr gut angelaufen ist. Wenn wir über defensive Struktur sprechen, kommt es oft auf diese erste Reihe an – und da war ich sehr zufrieden mit ihm”, sagte Werner. Besonders Harders Wege in die Tiefe gefielen dem Fußballlehrer, „auch wenn er nicht oft den Ball bekommen hat, hat er die Kette zum Reagieren gezwungen”. Darauf lasse sich aufbauen. „Dafür, dass er sein erstes Spiel gemacht hat, war ich sehr zufrieden mit ihm”, bilanzierte Werner.
Romulo-Einsatz gegen Gladbach ungewiss
Doch das Spiel gegen Bremen zeigte auch, wie wichtig Romulo aktuell für die Leipziger ist – nicht nur als Torschütze und Vorlagengeber, sondern auch als Bindeglied bei Umschaltbewegungen und der Vorbereitung von Angriffsaktionen, wenn er Bälle im letzten Drittel abschirmt und weiterleitet und sich dann vors Tor schleicht.
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Ob der Brasilianer gegen Mönchengladbach (Freitag, 20.30 Uhr) wieder wird spielen können, ist aktuell noch ungewiss. „Bei aller Qualität, die Romulo hat, und so sehr es schmerzt, dass er nicht spielen konnte, ist es gut zu wissen, dass wir Alternativen haben”, betonte Werner. Ganz offensichtlich braucht Harder noch Zeit, sich an die Bundesliga und das Spiel von RB Leipzig zu gewöhnen. Doch diese Zeit bekommt er vom geduldigen Trainer Werner.