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„Das macht einen Trainer Glücklich” Rose nimmt Fixpunkt Olmo „in die Pflicht”

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 26.01.2023, 23:57

Solche Abende erlebt ein Profifußballer nicht oft in seiner Karriere: Beim 6:1 auf Schalke gelang RB Leipzigs Spielmacher Dani Olmo (fast) alles. Drei Tore bereitete er vor, das war ihm zuvor in einem Spiel noch nie im RB-Dress gelungen; ein Traumtor per Schlenzer in den Winkel über Schalkes Torhüter Alexander Schwolow hinweg erzielte er selbst. Der Kunstschuss wird wohl noch bei diversen Wahlen zum Tor des Monats und Jahres auftauchen. Und das Fachblatt „Kicker“ krönte ihn zum Spieler des Spieltags.

Olmo musste hernach noch einmal versichern, dass der technisch brillante Chipball genauso gewollt war. Doch wer wollte das eigentlich angesichts des Talents des Hochbegabten aus dem katalonischen Terrassa in Abrede stellen?

Die voraussichtliche Startelf von RB Leipzig gegen Stuttgart

Rose über Olmo: „Was mir an ihm am meisten gefällt ...”

Leipzigs Trainer Marco Rose mochte vor dem Rückrundenauftakt gegen den VfB Stuttgart an diesem Freitag (20.30 Uhr) allerdings gar nicht so viel über Olmos Spiellust sprechen, sondern hob auch die Arbeiterqualitäten des 24-Jährigen hervor. „Was mir an ihm am meisten gefällt, dass er gegen Bayern eine Szene hatte, in der er spät Meter macht, um nach hinten zu verteidigen, um einen wichtigen Pass zu verhindern”, betonte Rose und schob hinterher: „Dass er auch gegen Schalke physisch gut war und auch defensiv seine Aufgaben erfüllt hat. Das macht einen Trainer glücklich.“

Natürlich nahm Rose den spanischen Jungstar nach seinem Galaauftritt in den Arm und lobte ihn für seine Extraklasse. Doch der Coach hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Effizienz bei Olmo öfter herauszukitzeln. Bereits zu Saisonbeginn galt der in Barcelona ausgebildete Kicker als der nächste RB-Profi, der wie Christopher Nkunku in der Vorsaison den ganz großen Durchbruch schafft.

Knoten bei Olmo ist geplatzt

Doch gebremst durch einen Außenbandanriss kam Olmo vor seinem Geniestreich auf Schalke nur auf zwei Vorlagen und ein Tor in der Bundesliga. Viel zu wenig für einen Mann seiner Klasse. Nun ist der Knoten geplatzt. Auch Dank Rose, der Olmo gegen Schalke von der linken auf die rechte Seite beorderte, wo er bedient von Dominik Szoboszlai viel besser zur Geltung kam. In Abwesenheit von Nkunku ist es nun an Olmo, dem RB-Spiel Genialität zu verleihen. „Wir nehmen ihn in die Pflicht. Das ist sein Anspruch, deswegen ist er hier”, betonte Rose. „Wir wünschen uns, dass er in den nächsten Wochen genauso abliefert.“

Nicht nur bei Olmo, sondern auch beim Rest des Bundesliga-Tabellendritten heißt das Stichwort in diesen Wochen Konstanz. „Nachhaltigkeit, wieder liefern gegen Stuttgart, das ist für uns auch vom Kopf her der nächste Schritt, den wir gehen wollen und müssen”, gab Rose als Ziel aus. Kein Zweifel: Der Fußballlehrer hat Großes vor in dieser Rückrunde. Und dafür müssen Leipzigs Serientäter (15 Spiele ungeschlagen) ihren Lauf immer weiter ausbauen. Rose und sein Team sind im Erfolgstunnel und wollen den ebensowenig verlassen wie Olmo im Sommer abgeben.

Laut Berichten steht der begehrte „Zehner“ kurz vor einer Vertragsverlängerung, die allerdings mehr eine Ablöseversicherung für RB ist, da Olmo dank einer Ausstiegsklausel jederzeit wechseln könnte. Immerhin wären dann Einnahmen zwischen 60 und 75 Millionen Euro garantiert, doch am liebsten wäre es den Leipzigern angesichts der bevorstehenden Abgänge von Nkunku und Konrad Laimer, um den Fixpunkt Olmo herum eine neue Offensive aufzubauen. Bedingung dafür soll laut Medienberichten aus Spanien sein, dass der Klub auch in der kommenden Saison eine so schlagkräftige Mannschaft stellt, dass diese mit den Bayern um die Deutsche Meisterschaft konkurrieren kann.

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