RB Leipzig

„Schweinehund überwinden” und nächster „geiler Matchplan”: 3:3 macht RB Leipzig Mut gegen Manchester United

Von Ullrich Kroemer 06.12.2020, 13:31
Unermüdlich: Amadou Haidara.
Unermüdlich: Amadou Haidara. imago/Eibner

Man konnte am Samstagabend nach dem 3:3 von RB Leipzig beim FC Bayern förmlich dabei zu sehen, wie Zutrauen in die eigene Stärke und Vertrauen zwischen Trainer Julian Nagelsmann und seiner Mannschaft noch einmal wuchsen. „Es gibt uns ein gutes Gefühl, dass wir gegen europäische Top-Mannschaften wie Bayern und Manchester auf dem Niveau mithalten können”, sagte Nagelsmann. 

Der Trainer sagte vor dem dritten Topspiel am Dienstag gegen Manchester United (21 Uhr): „Man muss über den Schweinehund überwinden, aber das wissen und können wir. Es geht immerhin um das Achtelfinale der Champions League. Das ist nicht alltäglich für unseren jungen Klub. Da ist es lohnend, da alles reinzulegen.” Genau das traut der Fußballlehrer seiner Mannschaft auch noch einmal gegen ManUtd zu. „Die Jungs können über 93 Minuten marschieren und sind richtige Maschinen.”

Nagelsmann: „Psychologisch gute Voraussetzungen für uns”

Kapitän Marcel Sabitzer verdeutlichte, wie sehr das Team Nagelsmann folgt. „Wenn wir wieder einen so geilen Matchplan haben, bin ich überzeugt davon, dass wir auch ManU schlagen können”, sagte der Spielführer. „Wir wollen die K.o.-Runde um jeden Preis erreichen. Wir sind heiß auf das Spiel.” Tenor: Mit diesem Ausnahmetrainer schaffen wir das!

Nagelsmann wird seiner Mannschaft nicht nur taktisch perfekt einstellen, sondern auch emotional. „Manchester war lange Zeit Gruppenerster und kann jetzt mit einem Spiel ausscheiden. Wir waren nicht mehr der Favorit, haben uns herangekämpft und können es jetzt aus eigener Kraft schaffen”, argumentierte der 33-Jährige. „Das sind psycholgisch gute Voraussetzungen für uns.” Genau diesen Glauben wolle er auch seiner Mannschaft vermitteln.

RB Leipzig muss die Abwehr umbauen

Der „kleine, aber doch sehr wichtige Unterschied” zum 3:3 in München sei jedoch, „dass wir am Dienstag gewinnen und nicht unentschieden spielen sollten”.

Hürde gegen den schnellen ManU-Stürmer Marcus Rashford, der im Hinspiel drei Tore erzielte, wird sein, dass Dayot Upamecano wegen einer Gelbsperre fehlt. Doch mit Ibrahima Konaté als Ersatz-Abwehrchef sowie den Routiniers Willi Orban und Marcel Halstenberg in der Dreierkette sowie mit Nordi Mukiele und Angeliño als Außenverteidiger sollte RB nach zwei Spielen mit je drei Gegentreffern am Dienstag tunlichst weniger Tore kassieren. (RBlive/ukr)