RB Leipzig

Stimmungsboykott in der Bundesliga – VfB-Fans machen mit, RB-Fans bisher nicht

Von (DPA | RBlive) 25.09.2018, 12:27
Boykott vs. Treukott: RB Leipzigs Fanblock war gegen Leverkusen gespalten (Foto. imago).
Boykott vs. Treukott: RB Leipzigs Fanblock war gegen Leverkusen gespalten (Foto. imago). imago

Der Zusammenschluss der Fußball-Fanszenen in Deutschland hat für die Englische Woche einen „bundesweiten Aktionsspieltag“ angekündigt. Während sich VfB-Anhänger an den Protesten beteiligen wollen, gibt es von Seiten der RB-Fans keine entsprechenden Absichtserklärungen.

Stimmungsboykott in den obersten drei Ligen

Das Bündnis rief für die Partien am Dienstag und Mittwoch in der Bundesliga, der 2. Bundesliga und der 3. Liga zu einem Stimmungsboykott in den ersten 20 Minuten auf. „Stattdessen werden wir unseren Protest in die Stadien tragen und zeigen, dass die große Masse an Fans nicht damit einverstanden ist, was einige wenige Funktionäre mit unserem geliebten Fußball veranstalten“, hieß es in einem Statement am Donnerstagabend.

Zentrale Forderung ist nach eigener Aussage, „dass der Fußball wieder die Interessen der Fans in den Mittelpunkt rückt und nicht die Interessen von Investoren oder Stakeholdern“.

Fanbündnis kündigt Dialog mit DFB und DFL auf

Schon bei den Partien der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals im August war es zu Protestaktionen unter dem Motto „DFB, DFL & Co. – Ihr werdet von uns hören!“ gekommen. Wenige Tage später gab der Zusammenschluss bekannt, den Dialog mit dem DFB und der Deutschen Fußball Liga aufzukündigen.

Das Fanbündnis hatte den Schritt damals damit begründet, „dass der Fußballsport noch weiter seiner sozialen und kulturellen Wurzeln beraubt werden soll, um ihn auf dem Altar der Profitgier von den Verbänden auszunehmen“.

Als Beispiele waren die Einführung von Montagsspielen in der 3. Liga, der aus Sicht der Fans weiterhin willkürliche Strafenkatalog des DFB, mangelnde Transparenz bei der Aufarbeitung der WM-Affäre 2006 sowie die «vermeintliche Neuregelung der Regionalligen» genannt worden.

Bisher kein organisierter Stimmungsboykott durch Fangruppen von RB Leipzig geplant

Bisher ist von einer offiziellen Beteiligung von Fangruppen von RB Leipzig nichts bekannt. In der Rückrunde der letzten Saison hatten Teile der RB-Anhänger das Montagsspiel in Frankfurt boykottiert. Beim Montagsspiel gegen Leverkusen kam es wegen eines geplanten Stimmungsboykotts einiger Fangruppen zu Auseinandersetzungen im RB-Block.

Im Umfeld VfB Stuttgart haben sich die Ultras vom Commando Cannstatt der Erklärung zum Stimmungsboykott angeschlossen. Im Gästeblock dürfte es damit leiser werden als noch vor einem knappen Jahr als über 4.000 Stuttgarter nach Leipzig gereist waren. Und auch nach dem 20-minütigen Boykott wird es leiser bleiben. Denn am Mittwochabend werden ’nur‘ rund 1.700 VfB-Fans in Leipzig erwartet.