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RB im Pokal unter druck Das Gesicht der Krise: Wieso Rose Xavi Simons trotzdem spielen lässt

Fünf der vergangenen sechs Spiele hat RB Leipzig nicht gewonnen. Ein Gesicht dieser Krise ist der hochtalentierte Niederländer Xavi Simons. Trotzdem stellt ihn Trainer Marco Rose immer wieder auf. Das sind die Gründe dafür:

25.02.2025, 14:07
RB-Dribbler Xavi Simons in der Krise
RB-Dribbler Xavi Simons in der Krise Foto: Imago/Picture Point LE

Leipzig/hen - Fünf der vergangenen sechs Ligaspiele endeten für RB Leipzig unentschieden. Das bringt die Saisonziele in Gefahr (Minimum Champions-League-Platz vier) und wirft vor der Viertelfinalpartie im DFB-Pokal gegen Wolfsburg die Fragen auf, wieso gegen die Tabellenkinder und Meisterschaftsmittelfeldteams wie Bochum (3:3), Augsburg (0:0), Heidenheim (0:0) oder Union Berlin (0:0) nicht mehr herausgesprungen ist.

Keine Ideen bei den finalen Pässe

Eine der Antworten führt zu RB-Profi Xavi Simons. Der talentierte Niederländer spielt gerade seine zweite Saison für den Red-Bull-Klub. In der ersten war er ausgeliehen von Paris Saint-Germain, mittlerweile hat ihn RB für eine interne Rekordablöse gekauft. Just in dem Moment, in dem der 21-Jährige durch seine erste ernsthafte Krise geht, die auch die des Teams widerspiegelt.

Die Talente sind unbestritten, doch sein Spielstil ist unreif und bringt den Rest des Teams immer wieder in Unannehmlichkeiten. Vier Aspekte kommen zum Tragen: Xavis mangelndes Defensiverhalten beim Pressing, die für seine Position im offensiven Mittelfeld heiklen Ballverluste, seine aktuell mangelnde Torgefährlichkeit, sowie fehlende Ideen beim Spielen finaler Pässe.

Xavi und RB: Kritik nach dem St. Pauli-Spiel

Seine Bilanzen sind Belege dieser Schaffenskrise. Nach seiner langen Syndesmoseband-Verletzung aus dem Herbst meldete sich Xavi zwar mit zwei Treffern gegen Werder Bremen zurück (4:2), danach aber gelang ihm in sieben Spielen nur noch ein Treffer, drei weitere legte er auf.

Vor allem die vielen Ballverluste bringen seine Neben- und Hinterleute oft in die Bredouille. Beim 0:0 gegen Union Berlin in der Hinrunde etwa verlor er 25 Mal den Ball. Beim 2:1 gegen den FC St. Pauli führte einer dieser her geschenkten Bälle zur Roten Karte von Willi Orban.

Oder zuletzt beim 2:2 gegen Heidenheim: Xavi flankte fünfmal, kein Ball kam an. Er setzte zu sechst Dribblings an, nur eines gelang. Er führte 25 Zweikämpfe, nur die Hälfte davon erfolgreich.

Rose überzeugt: "Leichtigkeit kommt zurück"

Trotzdem stellt Trainer Marco Rose ihn immer wieder auf. Teils aus Mangel an Alternativen, denn mit Antonio Nusa hat sich der zweite herausragenden Team-Dribbler und Offensivspielanschieber verletzt. Teils, weil das vermutlich in seinen Kaufvertrag geregelt ist. Und weil Rose davon überzeugt ist, dass beim jungen Ballkünstler jederzeit der Knoten platzen kann.

Vor dem Duell mit Wolfsburg sagte er: "Bei Xavi kommt gerade alles zusammen. Er ist ein junger Spieler, der sich stark in der Verantwortung sieht, vorangehen möchte, aus einer längeren Verletzung kommt. Er hat unsere Unterstützung, er weiß, was er an uns hat, an dem Klub. Er weiß, dass er die Zeit bekommt, auch mal schwierige Phasen auf dem Platz verbingen zu können und nicht auf der Bank. Ich bin mir sicher, dass bei ihm die Leichtigkeit zurückkommt."