Einen Tag nach der entlassung Emotional: Marco Rose verabschiedet sich von RB-Fans
Der am Sonntag entlassene Trainer von RB Leipzig hat sich mithilfe der Club-Medien von den Fans verabschiedet. In seinem Statement kündigt er an, dass man sich "im Stadion" sehe.

Leipzig/ukr – Einen Tag nach seiner Entlassung hat sich RB-Trainer Marco Rose emotional von den Fans verabschiedet. In einem über die Club-Medien verbreiteten Statement zitierte der gebürtige Leipziger zu Beginn seiner Nachricht den französischen Denker Jean-Baptise Masillo: "Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens."
Rose kündigt Stadionbesuch an
Danach wandte er sich direkt an die Fans: "Einmal Leipzig, immer Leipzig. Ich bin mehr als dankbar, liebe Fans, für das gemeinsam Erlebte und Eure außergewöhnliche Unterstützung für uns und mich in den letzten Wochen und Monaten. Verabschieden brauch' ich mich nicht, wir sehen uns im Stadion oder in der schönsten Stadt der Welt. Euer Marco.“ Versehen hat er die Nachricht mit einem Herz und einem Zwinker-Smiley.
Rose war am Sonntag nach einem blutleeren Auftritt seines Teams beim 0:1 in Mönchengladbach entlassen worden. Damit reagierten die Club-Funktionäre auf die ausbleibende Entwicklung des Teams in den vergangenen Wochen. Rose verlässt den Club nach knapp zweieinhalb Jahren im Amt mit zwei Champions-League-Qualifikationen, dem Gewinn des DFB-Pokals 2023 und wenige Wochen später des Supercups.
Schäfer erklärt Entlassung
In dieser Saison hatte sein Team sieben von acht Champions-League-Spiele verloren und steht aktuell mit der schlechtesten Punkteausbeute seit dem Aufstieg 2016 auf dem sechsten Tabellenrang. Im DFB-Pokal spielt die Mannschaft am Mittwoch in Stuttgart um den Einzug ins Finale.
Lesen Sie hier: Sechs Trainerkandidaten für RB
Am gestrigen Dienstag hatte RB-Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer die Entlassung versucht zu erklären, weshalb RB nach so vielen Treuebekenntnissen zu Rose nun doch zu der Erkenntnis gelangt sei, dass der 48-Jährige nicht mehr der Richtige ist. Rose sei zwar keinesfalls der Alleinschuldige, dennoch entschieden sich die Bosse für diese Maßnahme. "Die Gründe sind vielfältig, wir wollen einen neuen Impuls zu setzen", so Schäfer.
Löw kommt mit viel Co-Trainer-Erfahrung
"Wir hatten die Überzeugung, dass wir irgendwann die Trendwende einleiten, was die Art und Weise betrifft, wie wir Fußball spielen, wie wir auftreten, wie unsere Haltung und Widerstandsfähigkeit auf dem Platz bei schwierigen Phasen innerhalb eines Spiels ist" erklärte der Manager. Doch trotz weniger Belastung ohne englische Wochen am Fließband und mehr Trainingszeit trat keine Besserung ein. "Weil die Überzeugung nicht mehr da ist, habe ich gehandelt", sagte Schäfer. "Im Sinne des Klubs, denn unsere Ziele stehen über allem."
Lesen Sie hier: Eindrücke vom ersten RB-Training unter Löw
Roses ehemaliger Vereinskollege beim 1. FSV Mainz 05, Zsolt Löw, soll die Saison jetzt für RB retten. Der Ungar war lange Jahre Co-Trainer im Red-Bull-Universum (Liefering, Salzburg, RB) und zuletzt Assistent bei Thomas Tuchel in Paris, London und München.