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Von Ullrich Kroemer

Die Rätselhaften Die Einzelkritik nach dem Sieg gegen Fürth

Mit ihm kam die Wende: Yussuf Poulsen.

Mit ihm kam die Wende: Yussuf Poulsen.

So haben wir die Spieler von RB Leipzig beim 4:1 gegen Greuther Fürth gesehen:

Peter Gulacsi: Hielt in der ersten Hälfte fest, was er festhalten konnte und bewahrte RB vor einem höheren Rückstand. Note: 2,5.


Nordi Mukiele: Ist als Innenverteidiger immer ein Wagnis, weil er nach konsequenten Abwehraktionen immer auch einen Schnitzer einbaut beziehungsweise übermotiviert überzieht wie beim Elfmeter für Fürth, als er sich in der Luft verschätzt und seinem Gegenspieler ungeschickt und plump auf den Rücken springt. War in der zweiten Hälfte auf seiner angestammten Position als Rechtsverteidiger besser, leitete das wunderschöne 3:1 mit ein. Note: 4.


Willi Orban: Solides Spiel des Abwehrchefs, der bei all der Verunsicherung unaufgeregt sein Ding macht und die Abwehr so gut es geht zusammenhält, selbst gut postiert ist und Zweikämpfe gewinnt. Note: 2,5.


Josko Gvardiol: Lud den Gegner in der ersten Hälfte durch ein, zwei kapitale Fehlpässe im Spielaufbau zum Umschalten ein und ließ wie gegen Freiburg seinen Gegenspieler bei einer Flanke ungedeckt, als Dudziak die Riesenchance per Kopf hatte (6.). Doch man muss das immer zu seinem Alter (19) ins Verhältnis setzen und ihm diese Fehler auch zugestehen. Dass er viel Spielzeit bekommt, aich als Innenverteidiger, ist positiv für seine Entwicklung. Note: 3,5. 

Benjamin Henrichs: Machte bei seinem ersten Startelfeinsatz kein schlechtes Spiel und gehörte in der ganz schwachen ersten Hälfte zu den besseren Leipzigern. Schaltete sich mit nach vorn ein und war über die rechte seite ganz gut im Spiel. Musste aber aus taktischen Gründen zur Pause raus. Note: 3.


Kevin Kampl: Schwache Partie von Kampl, der derzeit seine Rolle im Marsch-System sucht. Bekam keine Struktur ins RB-Spiel, hatte wenige Ballkontakte (32), handelte sich eine frühe Gelbe Karte ein (36.) und musste zur Pause runter. Note: 4,5.  


Amadou Haidara: Lief viel, war bemüht, hatte eine gute Zweikampfquote und einen gefährlichen Abschluss (73.). Ist aber auch damit überfordert, das Aufbauspiel zu strukturieren. Note: 3.


Angeliño: Sein schwächster Auftritt in dieser Saison, dem Spanier gelang vor allem in der ersten Hälfte kaum eine Aktion. Defensiv war er anfällig und ließ sich von seinen Gegenspielern überlaufen, vorn kam so gut wie kein Ball an. Nur eine von neun Flanken fand ihr Ziel. 29 mal verlor er den Ball. Ob der Linksfuß glänzt wie in Paris oder aus rätselhaften Gründen kaum etwas zustande bringt wie gegen Fürth, ist gerade unberechenbar. Note: 5.


Christopher Nkunku: Hat in dieser Saison schon präsentere Spiele für RB gezeigt, doch einen Assist oder ein Tor steuert er so gut wie immer bei. Diesmal die perfekte Volley-Flanke zum 3:1 durch Szoboszlai. Note: 2,5.


Emil Forsberg: Beschenkte sich an seinem Geburtstag mit dem Elfmetertor zum 2:1, bot aber insgesamt eine schwache Partie. Hatte kaum Ballkontakte (25 in 64 Minuten) und prägende Szenen, wirkte platt und wenig spritzig. Note: 4.


André Silva: Nach der starken Partie in Paris hatte er wieder einen deutlichen Leistungsabfall. Bereitete bei Poulsens 1:1 vor, hatte aber selbst keine gefährliche Szene. Gewann nur einen Zweikampf und wirkte wenig frisch. Note: 4.


Yussuf Poulsen (46.): Brachte unglaublich viel Energie und Willen auf den Platz, als er eingewechselt wurde. Erzielte nach einer knappen Minute das 1:1 (46.) und holte den Elfmeter zum 2:1 heraus. Betätigte sich in der ersten Hälfte als Co-Trainer. Note: 1,5.


Mohames Simakan (46.): Sehr präsent nach seiner Einwechslung, hatte dann natürlich auch leichteres Spiel, weil die Fürther weniger nach vorn taten. War an der Entstehung des 3:1 beteiligt. Note: 2,5.


Dominik Szoboszlai (64.): Lieferte neben dem 4:0 gegen Stuttgart seine beste Leistung für RB ab. Wirkte nach dem Rüffel von Trainer Jesse Marsch willens, sich zu steigern. Erzielte das 3:1 selbst und flankte mit dem Außenrist zu Hugo Novoas 4:1. Note: 1,5.


Tyler Adams (64.): Nachdem Marsch durch Kampls Auswechslung nur noch einen defensiven Mittelfeldspieler auf dem Platz hatte, übernahm Adams diesen Part mit einer souveränen Leistung. Note: 3.

* Wir bewerten nur Spieler, die vor der 70. Minute zum Einsatz kamen.

(RBlive/ukr)