Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Sie sind offline und sehen daher eventuell veraltete Nachrichten.

Sie sind offline, bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung.

Daten konnten nicht für Offline-Nutzung gespeichert werden.

Daten wurden für Offline-Nutzung gespeichert.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Ein Angebot von Dumont Newsnet Logo
von Ullrich Kroemer

Leipzig im Torrausch: RB zerlegt Wolfsburg

Plötzlich ging alles wie von selbst: Konrad Laimer, Marcel Halstenberg und Yussuf Poulsen.

Plötzlich ging alles wie von selbst: Konrad Laimer, Marcel Halstenberg und Yussuf Poulsen.
Copyright: imago/Picture Point LE

Was für ein Befreiungsschlag für RB Leipzig! Mit einem 6:1 (1:0)-Pokalerfolg beim Bundesliga-Tabellenvierten VfL Wolfsburg hat sich Rasenballsport aus der Krise und ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. Vor nur 17.705 Zuschauern - darunter 3000 aus Leipzig - kämpften sich die zuletzt wegen mangelnder Haltung gescholtenen Gäste eindrucksvoll in die Partie und nahmen die „Wölfe” in der zweiten Hälfte binnen 13 Minuten komplett auseinander. Einziger Wermutstropfen war die Knieverletzung von Kapitän Willi Orban. Eine Diagnose gibt es noch nicht.

Trainer Julian Nagelsmann hatte an der Startelf zwar weniger als vermutet verändert: Yvon Mvogo stand im Tor, Nordi Mukiele spielte für Lukas Klostermann, Konrad Laimer war für Amadou Haidara zurück im Team und Yussuf Poulsen spielte von Beginn an. Stefan Ilsanker, auf dessen Einsatz spekuliert wurde, saß zunächst nur auf der Bank. Doch die Einstellung derer, die aufliefen, war sichtbar williger, aggressiver, aufopfernder als zuletzt.

Angetrieben von Nagelsmann jagte Emil Forsberg seine Gegner wie schon lange nicht mehr. Wenn die Leipziger Bälle verloren, war sofort ein Gegenspieler da, der den Ball wiedereroberte. Der Chefcoach hatte „Haltung” eingefordert, und seine Spieler zeigten sie und hielten gegen die körperlich starken Wolfsburger von Beginn an dagegen.

So entwickelte sich das erwartete Kampfspiel mit vielen Zweikämpfen, Unterbrechungen und wenig Torchancen. Das lag einserseits an den giftig verteidigenden „Wölfen”, andererseits daran, dass insbesondere Timo Werner, der sich die Bälle auf der Linksaußenposition holte, und Forsberg bei eigenem Ballbesitz wenig gelang.

Orban trifft und muss verletzt raus

Umso wichtiger, dass RB endlich mal wieder einen Standard zur frühen Führung nutzte. Nach akrobatischen Versuchen von Marcel Halstenberg und Dayot Upamecano flipperte der Ball Willi Orban vor die Füße, dessen Schuss mit der Pike von der Schulter von Wolfsburgs Innenverteidiger Bruma ins eigene Netz fiel (13.). Ein glücklicher Treffer, aber auch einer, den die Leipziger erzwungen hatten.

Wenig später ließ sich Orban, der als Torschütze geführt wird, im eigenen Strafraum fallen. Der Kapitän hatte sich das Knie verdreht und musste mit Verdacht auf einen Bänderverletzung ausgewechselt werden (26.). So kam Ilsanker doch noch zu seinem Einsatz gegen Wolfsburgs Sturm-Turm Wout Weghorst.

Das Spiel war weiter hart umkämpft, Chancen ergaben sich auf beiden Seiten nicht, was eben auch an der Ungenauigkeit der Leipziger lag. Doch was die Einstellung zu diesem Spiel angeht, waren Nagelsmanns Schützlinge voll auf der Höhe.

In die zweiten 45 Minuten startete der VfL Wolfsburg gefährlicher und drängender. Josip Brekalos Schuss strich am langen Pfosten vorbei (46.), Williams Flanke konnte Mvogo gerade noch so abfangen (47.). RB geriet mächtig unter Druck, Wolfsburg war dem Ausgleich in dieser Phase näher als RB dem zweiten Treffer.

Vier RB-Tore in 13 Minuten

Doch dass Wolfsburg mehr Risiko ging, nutzte RB diesmal eiskalt und effizient aus. Sabitzer drang mit Tempo in den Strafraum, spielte Doppelpass mit Werner und vollstreckte aus spitzem Winkel zum 2:0 (58.). Wieder war Unglücksrabe Bruma noch am Ball.

Der Treffer öffnete nun alle Schleusen, RB spielte sich in einen Torrausch, als wollten sie all das, was sie in den vergangenen Wochen verpasst hatten, nachholen. Binnen 13 Minuten trafen auch noch Emil Forsberg nach Vorarbeit von Werner (58.), Laimer nach schöner Ablage von Poulsen (61.) sowie Werner, der abermals selbstlos von Poulsen bedient wurde (68.). Jeder durfte mal.

Wolfsburg fiel nach 20 Spielen ohne Niederlage völlig auseinander, hatte bis auf einen Distanzschuss des eingewechselten Elvis Rexhbecaj (70.) nichts entgegenzusetzen.

Nagelsmann nutzte die Gelegenheit, um Christopher Nkunku zu bringen. Und Ethan Ampadu bekam nach der Einwechslung für Upamecano die erste Gelegenheit, sich in der Innenverteidigung zu zeigen. RB legte durch Werner noch den sechsten Treffer nach (88.), Weghorst erzielte im Gegenzug den Ehrentreffer für die Gastgeber (89.). (RBlive)

Das könnte Dich auch interessieren