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Von Ullrich Kroemer

Nach „beschissenem Jahr” Orban trifft und überzeugt bei fehlerlosem Comeback

Willi und Nordi: Orban freut sich über sein Tor zum 3:0.

Willi und Nordi: Orban freut sich über sein Tor zum 3:0.

Julian Nagelsmann hat ein gutes Händchen für die richtigen Zeitpunkte. Auch wenn Willi Orban schon seit Monaten mit den Hufen scharrte, wartete Nagelsmann ab. Bis auf vier Kurzeinsätze in der Vorsaison hatte der RB-Routinier seit seiner schweren Meniskusverletzung vor knapp einem Jahr noch keine Chance bekommen, sich zu zeigen. Bis zum 4:0 (3:0) gegen Schalke, als Orban überraschend in der Startelf rückte. Als rechter Innenverteidiger, nicht wie sonst gewohnt links.

Und der ungarische Nationalspieler spielte, als wäre er nie weg gewesen. Er brachte überragende 95 Prozent seiner Pässe an den Mann, eröffnete das Spiel klug, gedanklich schnell, hoch konzentriert, scharf und präzise und gewann die Mehrzahl seiner Zweikämpfe. „Er ist unglaublich professionell, arbeitet hart, und dann werfe ich ihn heute rein und er macht einfach keinen Fehler”, staunte selbst Trainer Julian Nagelsmann. „Er spielt total intelligent, solide, zweikampfstark und ist robust in der Luft.”

Orban zeigt die Muskeln

Die Krönung seiner Leistung war der Kofball zum 3:0 (45.+2). Alleingelassen von den überrumpelten Schalkern stand Orban in der Luft und wuchtete den Ball in die Maschen. Als er kurz darauf in die Kabine ging, zeigte er demonstrativ wie ein Bodybuilder seine Oberarm-Muskeln. Die Ärmel des Dresses wölbten sich mächtig. Um ein Haar hätte er noch ein zweites Mal getroffen, erwischte den Ball aber nach einem Freistoß mit dem Rücken (82.) und verfehlte das Tor um Zentimeter.

„Er trifft erst und regt sich dann extrem darüber auf, dass er das zweite nicht macht: das ist der Typus Willi Orban”, sagte Nagelsmann. Orban selbst kommentierte sein Startelf-Comeback gewohnt bescheiden und nüchtern. „Es hat sehr lange gedauert, aber ich habe gut trainiert, mich gut gefühlt und war heute gut drauf”, sagte der 27-Jährige.

Nagelsmann über Orban: „Er musste ein paar Dinger schlucken”

Ausführlicher wurde sein Trainer, den auch die mentale Stärke des vor Saisonstart abgewählten Kapitäns beeindruckte. Nagelsmann ließ durchblicken, dass es für Orban wohl emotional nicht ganz einfach war, die Spielführer-Binde nach drei Jahren an Marcel Sabitzer abgeben zu müssen. „Das letzte Jahr ist beschissen gelaufen für ihn, er musste ein paar Dinger schlucken”, betonte Nagelsmann. „Nach der Schwere der Verletzung, den Ereignisse der letzten Wochen und der wenigen Spielzeit ist es ihm sehr, sehr hoch anzurechnen, wie er sich als Typ verhält und wie er heute zurückgekommen ist.”

In dieser Verfassung ist Orban nun in den bevorstehenden englischen Wochen in Dauerschleife wieder eine wichtige Alternative zu Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg in der Abwehrreihe. (RBlive/ukr)