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von Ullrich Kroemer

TSG-Coach bescheinigt RB Titelreife: „Julian hat den Charakter, um Meister zu werden”

Herzliches Wiedersehen unter Freunden: Julian Nagelsmann und Alfred Schreuder.

Herzliches Wiedersehen unter Freunden: Julian Nagelsmann und Alfred Schreuder.
Copyright: dpa/Jan Woitas

Es gibt wohl keinen Chefcoach in der Fußball-Bundesliga, der das Potenzial von Julian Nagelsmann besser einschätzen kann als Alfred Schreuder. Der Trainer der TSG Hoffenheim arbeitete in Hoffenheim knapp zwei Jahre als Co-Trainer eng mit Nagelsmann zusammen. Auch wenn sie sich nun beim Duell zwischen RB Leipzig und TSG 1899 Hoffenheim am Samstag (3:1) als Kontrahenten gegenüberstanden, sind sie immer noch Freunde.

Am Freitagabend vor dem Spiel hatten Nagelsmann und seine Vertrauten Benjamin Glück (Videoanalyst) und Timmo Hardung (Teammanager) die Hoffenheimer im Teamhotel besucht. „Wir hatten herausragende eineinhalb Jahre, nicht nur sportlich, sondern auch menschlich”, sagte Nagelsmann. Er habe sich Zeit genommen, um „in ruhigen Momenten mal die Menschen in den Arm zu nehmen, die einem wichtig sind, und über die alten und aktuellen Zeiten zu sprechen – als Freunde, nicht nur als Kollegen”. An einem Spieltag sei einfach zu wenig Platz, um das Wiedersehen „gebührend zu genießen”.

Und auch Schreuder genoss das emotionale Wiedersehen. „Gegen die drei Freunde zu spielen, ist schon besonders als Trainer. Vor zwei Jahren haben wir noch viel zusammengearbeitet, jeden Tag viel Spaß zusammen gehabt. Das muss man nicht vergessen. Wir bleiben Menschen.”

Zwar hatte RB nach Einschätzung von Trainer Nagelsmann und seiner Spieler keinen „super Sahnetag”. Der Coach kritisierte Pressingverhalten und mangelnde Kompaktheit von der 25. bis zur 45. Minute. Hoffenheim war passstärker, gewann mehr Zweikämpfe und hatte mehr Ballbesitz (57 Prozent) als RB. Und doch brachte Rasenballsport 25 Torschüsse auf das Tor von TSG-Keeper Oliver Baumann – ein Topwert in dieser Saison. Nach der wackeligen Phase zum Ende der ersten Hälfte bot RB in den zweiten 45 Minuten eine glänzende Vorstellung mit viel Kreativität und Torgefahr vorn und Sicherheit in der Abwehr.

Schreuder: „Entwicklung noch nicht zu Ende bei Leipzig”

Angesichts der Vorstellung und dem Potenzial, das noch im Kader schlummert, wird die Frage nach der Titelreife – oder zunächst dem Zeug zur ersten Herbstmeisterschaft – immer präsenter bei RB. Hoffenheims Trainer Schreuder positionierte sich klar, während sein Freund Nagelsmann aufmerksam zuhörte: „Julian hat es in sich, Meister zu werden. Er hat den Charakter dafür, das hat er schon in der Jugend gezeigt”, sagte der TSG-Coach. Und: „Sie können Meister werden – nicht nur was die Spieler betrifft, sondern auch den Trainer. Wenn sie ruhig bleiben, haben sie große Chancen, dann sind sie einer der Favoriten”, so der 47-Jährige, der prophezeite: „Diese Entwicklung ist noch nicht zu Ende bei Leipzig. In zwei, drei Monaten sind sie wieder weiter, am Ende der Saison noch weiter.”

Und natürlich wird auch Nagelsmann selbst mit den Titelambitionen konfrontiert. Im Aktuellen Sportstudio konkretisierte der 32-Jährige die Absichten, bereits in dieser Saison ein Wörtchen um die Vergabe der Meisterschale mitzurden. „Wir probieren es. Wir wollen unter die ersten Vier kommen, das impliziert auch die Meisterschaft. Wenn wir die meisten Spiele gewinnen, sind wir vielleicht nicht nur unter den ersten Vier, sondern am Ende ganz oben”, so der gebürtige Bayer. Dass der FC Bayern nun bereits sechs Punkte Rückstand hat, goutiert Nagelsmann. „Es ist nicht schlecht, sechs Punkte vor Bayern zu sein. Sie sind immer noch die beste Mannschaft in der Liga, die immer in der Lage sind, Serien zu starten”, so der Neu-Leipziger.

Wichtiger als die Herbstmeisterschaft („Das kann einen kleinen psychologischen Effekt haben.”) hält er, den Abstand zu Platz eins möglichst gering zu halten, um den möglichen Abstand jederzeit aufholen zu können. Das Titelthema wird präsenter bei RB – nicht nur durch den Nagelsmann-Kenner Alfred Schreuder. (RBlive/ukr)

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