RB Leipzig

Roger Schmidt bei RB Leipzig offenbar keine Option mehr

07.06.2018, 11:17
Roger Schmidt soll bei RB Leipzig bei der Besetzung der Trainerposition keine Rolle mehr spielen.
Roger Schmidt soll bei RB Leipzig bei der Besetzung der Trainerposition keine Rolle mehr spielen. Imago

Innerhalb der nächsten 14 Tage, so kündigte Oliver Mintzlaff kürzlich an, soll die Trainersuche bei RB Leipzig erledigt sein. Roger Schmidt ist dabei offenbar keine Option mehr.

Seit „gestern“ könne man den Namen des Ex-Salzburger und Ex-Leverkusener Trainers von der Liste streichen, so berichtet die LVZ (Print). Der 51-Jährige werde seine Tätigkeit in China fortsetzen. Roger Schmidt hatte einst in Salzburg und Ralf Rangnick gearbeitet. Im Zuge der Zusammenarbeit soll es zwischen den beiden laut Bericht der Mitteldeutschen Zeitung auch zu Kompetenzgerangel gekommen sein.

Jesse Marsch erfüllt Oliver Mintzlaffs Diktion von einer überraschenden Wunschlösung

Nachdem auch Marco Rose keine Option bei RB Leipzig ist und Hannes Wolf nach Aussagen des Beraters keine Anfrage vorliegen hat, ist der Kreis möglicher Kandidaten klein geworden. Oliver Mintzlaff hatte zu Wochenbeginn erklärt, dass man weiter daran arbeite, für die Trainerposition die „Wunschlösung“ umzusetzen und diese „für den einen oder anderen überraschend sein wird“.

Zumindest der Teil mit der Überraschung würde sehr gut auf Jesse Marsch passen, wie unter der Woche schon BILD und nun auch die LVZ spekulieren. Marsch ist Trainer der New York Red Bulls und konnte dort den Umbruch hin zu einem jungen, entwicklungsfähigen Team erfolgreich gestalten.

Jesse Marsch bleibt gegenüber seiner Mannschaft still

Ihm wird zudem ein gutes Verhältnis zu Oliver Mintzlaff zugesprochen, der sich in der Vergangenheit auch um das Red-Bull-Team New York gekümmert hatte. Jesse Marsch war zudem bereits bei mindestens einem Trainingslager und bei einem Pflichtspiel von RB Leipzig zu Gast. Er wäre der erste US-Trainer überhaupt, der direkt aus der amerikanischen MLS zu einem Erstligisten in Europa kommen würde, wie americansoccernow.com meint.

Gegenüber seiner Mannschaft hat Marsch die Gerüchte um seine Person bisher noch nicht angesprochen, wie ein US-Journalist erklärt. Zuletzt hatte der 44-Jährige aber bestritten, dass es Gespräche mit Leipzig gebe. Auch habe er aktuell keine Pläne ins Ausland zu gehen.

Setzt RB Leipzig auf eine interne Lösung?

Neben Jesse Marsch steht bei der Trainersuche vor allem auch eine interne Lösung im Fokus. Die LVZ hatte eine Rückkehr von Ralf Rangnick auf die Position des Cheftrainers ins Spiel gebracht. Nun formuliert man vorsichtiger, dass es „gut möglich ist, dass man Monsieur X schon mal in Leipzig gesehen hat“.

Oliver Mintzlaff erklärte dazu Anfang der Woche, dass noch unklar ist, „inwiefern Ralf Rangnick Teil der Wunschlösung ist“. Das könnte darauf hinweisen, dass Rangnick in einer Konstellation mit einem unerfahrenen Trainer wie Jesse Marsch oder Robert Klauß eine Mischung aus Sportdirektor und Cheftrainer spielen soll.