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Von Ullrich Kroemer

„Ein Sportdirektor hat nicht mehr ausgereicht” Mintzlaff erklärt neue Dreierspitze

Neu im Klub: Christopher Vivell, neuer Technischer Direktor.

Neu im Klub: Christopher Vivell, neuer Technischer Direktor.

Markus Krösche hatte in den vergangenen Woche nach dem Bekunden von Oliver Mintzlaff wohl die ein oder andere schlaflose Nacht. Der Sportdirektor von RB Leipzig ist dieser Tage im Dauerstress, um das Kunststück zu schaffen, für vergleichsweise schmales Geld noch mindestens zwei Spieler zu verpflichten.

Um Krösche zu entlasten und um nach dem Abgang des Beraterteams um Ralf Rangnick und Paul Mitchell Expertise in den Klub zu holen, hat sich RB Leipzig jüngst neu aufgestellt. Neben Krösche ist nun der Technische Direktor Christopher Vivell und Florian Scholz als kaufmännischer Leiter Sport und Medienchef gleichberechtigt auf einer Ebene für die sportliche Entwicklung zuständig.

Mintzlaff: „Krösche entlasten und mehr Expertise in den Verein holen”

„Es hat für mich nicht mehr ausgereicht, dass wir einen einzelnen Sportdirektor haben, weil das viel zu viele Themen für einen sind. Da würde Markus Krösche künftig gar nicht mehr zum Schlafen kommen, und das wollen wir nicht”, erklärte Klubboss Oliver Mintzlaff am Rande des Champions-League-Turniers in Lissabon. „Wir haben überlegt, wie wir Markus entlasten und uns mehr Expertise in den Verein holen können.”

Während Krösche sich mehr auf die Zusammenstellung des Kaders konzentrieren könne und Scholz Zahlen und Administration im Blick hat, soll sich der erst 33 Jahre alte Vivell ganz um das Scouting kümmern und auch die Verzahnung zwischen Nachwuchs und Profis im Blick behalten. Vivell lernte einst in Hoffenheim unter Ralf Rangnick und dessen Mentor Helmut Groß und war ab 2015 bei Red Bull Salzburg verantwortlich für das Scouting, zuletzt als Head of Recruitement rechte Hand von Sportdirektor Christoph Freund. Die Kronen-Zeitung nennt Vivell „Transfer-Hirn” und „Kapazunder”, was soviel heißt wie Koryphäe oder Kapazität. Der Mann mit dem außergewöhnlichen Gespür für Talente hatte sich als einer der Entdecker von Erling Haaland einen Namen gemacht.

Krösche: „An meiner Position hat sich nichts verändert”

„Christopher Vivell ist sehr stark in unserer Philosophie verankert und hat das in Salzburg in den vergangenen Jahren beeindruckend gemacht”, lobte Mintzlaff. „Er hat ein sehr, sehr gutes Auge für Talente, die wir weiterhin verpflichten wollen”, sagte Mintzlaff. Zwar greife RB „nicht mehr in das Regal ein, zwei, drei Millionen. Die Spieler sind deutlich teurer geworden”, so der Klubchef. „Doch sie sollen trotzdem jung, hochtalentiert und entwicklungsfähig sein.” Vivell soll ausreichend Zeit haben, sich ins Scouting einzugraben und den Scouts auszutauschen.

Das habe man mit Krösche in einem „offenem und guten Gespräch besprochen”, so Mintzlaff. „Wenn wir uns so breiter aufstellen und die Kompetenzen so verteilen, dann können wir noch erfolgreicher und schneller agieren.” Krösche akzeptierte die neue Dreiteilung der sportlichen Fühung: „An meiner Position hat sich nichts verändert. Das ist eine sehr gute Zusammenarbeit in den ersten Tagen”, teilte er mit. Zu den Aufgaben der Troika gehört auch, die Zusammenarbeit mit der Nachwuchsabteilung effizienter zu machen. „Auch der Nachwuchsbereich soll so deutlich schneller und besser entwickelt werden”, betonte Mintzlaff.

Der Geschäftsführer selbst will sich mehr auf die Klubentwicklung konzentrieren. „Ich war in den letzten zwei Jahren sehr stark in sportliche Prozesse involviert. Aus denen möchte ich mich stärker herausziehen”, sagte Mintzlaff. „So haben die Drei nun mehr Verantwortung und mehr Spielfeld, auf dem sie sich bewegen können.” (RBlive/ukr)