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Nagelsmann: „99 Prozent sind gegen Pyro” – Führerschein-Entzug wegen Zündelei?

Julian Nagelsmann ist gegen Pyrotechnik bei RB Leipzig.

Julian Nagelsmann ist gegen Pyrotechnik bei RB Leipzig.

Nicht das Bundesligaspiel gegen die TSG Hoffenheim, sondern die Pyrotechnik-Debatte war in dieser Woche das bestimmende Thema bei RB Leipzig. Nun äußerte sich auch Trainer Julian Nagelsmann zum Feuer im Fanblock. „Pyro finde ich nicht gut. Ich unterstütze den Klub total beim Vorgehen dagegen, dass wir das nicht dulden und akzeptieren. Das sollte nicht toleriert werden – und das machen wir auch nicht”, sagte der Cheftrainer und erklärte, warum.

„A) sieht es nicht sonderlich spektakulär aus, wenn so ein Ding leuchtet. B) ist es einfach gefährlich. Und c) Kannst du nicht mehr gut spielen, weil du nicht mehr gut siehst, auch die Fans im Block wissen nicht mehr, was unten auf dem Rasen abläuft, weil der ganze Block vernebelt ist”, sagte Nagelsmann. Gerade Fankleidung sei leicht entzündlich, „das ist gefährlich und mündet schnell in Körperverletzung oder schweren Verletzungen – egal ob für Kinder, Frauen oder Männer.”

In Paderborn hatte der Trainer bemerkt, dass die Stimmung nach der Pyroaktion in der 47. Minute merklich schlechter war. Beim Spiel gegen Hoffenheim setzt der 32-Jährige wieder auf vollen Support für sein Team. „Ich erwarte keine großartig andere Stimmung als sonst, weil der Prozentsatz derer, die Pyro gut finden, sehr, sehr klein ist”, so der Fußballlehrer. „99 Prozent derer, die im Block stehen, sind ebenfalls gegen Pyro, und die werden uns Vollgas unterstützen gegen Hoffenheim.” Nagelsmann betonte: „Man sollte da sein, um seine Mannschaft zu unterstützen und nicht mit der Idee, jemandem wehzutun oder Gefahr auszustrahlen.”

Innenminister diskutieren Führerschein-Entzug für Pyro-Zündler

Bei der Innenminister-Konferenz in Lübeck kam derweil der Vorschlag auf, Pyrotechnik in den Stadien künftig härter und mit neuen Strafen zu sanktionieren. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl brachte den Vorschlag ein, Zündlern künftig auch den Führerschein entziehen zu können. „Für mich ist das übergeordnete Ziel, dass der Besuch eines Fußballspiels ein sicheres Erlebnis für Jung und Alt, für die ganze Familie, ist und bleibt”, sagte der CDU-Politiker.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte zwar, dass Pyrotechnik im Stadion hart bestraft werden müsse. „Aber es muss ein Zusammenhang zwischen Tat und Strafe bestehen”, äußerte er.

Zuspruch bekam Strobl von Parteikollegen wie etwa dem hessischen Minister Peter Beuth. NRW-Ressortchef Reul sprach von einer „kreativen Idee. Alles, was seit Jahren hier rumgebrabbelt wird, hat zu keinem Ergebnis geführt. Vielleicht ist das die Methode, die denjenigen, die da zündeln, wehtut.”

Gastgeber Hans-Joachim Grote (CDU) mahnte zur Besonnenheit. Es erinnerte daran, dass es bereits seit zwei Jahren möglich sei, auch Delikte jenseits des Straßenverkehrs mit Fahrverboten zu bestrafen. Letztlich müssten ohnehin die Justizminister darüber befinden. „Das ist keine Entscheidung der Innenminister.” RB Leipzig sanktionierte die Pyroaktion einiger Fans in Paderborn mit etwa 15 vorläufigen Hausverboten. (RBlive/ukr/dpa)