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Von Thomas Fritz

RB gegen Liverpool mit Fans? Ein Fünkchen Hoffnung bleibt

Das Sturmtrio des FC Liverpool: Roberto Firmino, Mohammed Salah und Sadio Mané (v.l.n.r.).

Das Sturmtrio des FC Liverpool: Roberto Firmino, Mohammed Salah und Sadio Mané (v.l.n.r.). 

Paris Saint-Germain, Manchester United und der türkische Meister Basaksehir. RB Leipzig bekam es in seiner Champions-League-Gruppe H mit großen Namen zu tun. Umso bitterer war es, dass die Fans aufgrund der Corona-Pandemie nur vor dem Fernseher sehen konnten, wie sich Marcel Sabitzer, Peter Gulacsi & Co. mit teils fantastischen Leistungen als Gruppenzweite fürs Achtelfinale qualifizierten. 

Dort wartet der Champions-League-Sieger von 2019 und derzeitige englische Meister FC Liverpool auf RB. Der wahrscheinlich beste Klub der Welt. Ein absolutes Traumlos. Das Problem: Die Fans dürfen den Kracher gegen die Klopp-Elf - Stand jetzt - wieder nur aus der Ferne verfolgen. "Die Vorfreude ist unter den aktuellen Vorzeichen getrübt", sagt Sebastian Horn vom Fanverband Leipzig e.V. Normalerweise würden jetzt die Fanchats glühen, in denen sich die Anhänger über Flüge und Hotelzimmer austauschen. Normalerweise. "Wenn man ehrlich mit der Situation umgeht", sagt Horn, "dann ist an Fußball mit Fans im Stadion derzeit nicht zu denken."

Uefa lässt keine Auswärtsfans zu

Auswärtsfans sind nach aktueller Beschlusslage der Uefa ohnehin untersagt. Ob Heimpublikum in die Red-Bull-Arena (16.2.) und ins Anfield (10.3.) gelassen wird, darf angesichts der Entwicklungen in Großbritannien und in Sachsen als äußerst fraglich gelten. Der Höhepunkt der Pandemie steht uns womöglich erst noch bevor.

Liverpool und Stadtrivale Everton sind aufgrund der in der Region geltenden Warnstufe 2 momentan die einzigen beiden Premier-League-Klubs, die Zuschauer in ihre Stadien lassen dürfen, maximal 2.000. In der Bundesliga finden nach den ersten Saisonwochen mit Fans seit Mitte Oktober wieder ausschließlich Geisterspiele statt. Zuvor durften die Klubs 20 Prozent der jeweiligen Stadionkapazität nutzen, bei RB waren das 8.500 Fans.

RB-Fan: Spiel gegen Liverpool ein "absoluter Traum"

Jan Friedemann vom RB-Podcast "4Fans" glaubt nicht an ein teilweise gefülltes Stadion, wenn die Reds Mitte Februar in Leipzig auflaufen. "Dafür sind die Fallzahlen zu hoch." Der Leipziger  würde sich unter den aktuellen Bedingungen sowieso um keine Tickets bewerben, sondern erst, "wenn die Maximalauslastung wieder erlaubt ist."

Sein Podcast-Kollege schätzt die Lage ähnlich pessimistisch bzw. realistisch ein. Gegen den FC Liverpool in der K.o.-Runde zu spielen sei ein "absoluter Traum" und Anfield "einer der Sehnsuchtsorte im Fußball überhaupt". Nachdem die Anhänger schon gegen Atlético Madrid, PSG und Man United draußen bleiben mussten, wäre für ihn ein weiteres Geisterspiel gegen den LFC "sehr bitter". 

Hoffen auf einen rasanten Fall der Neuinfektionen

Nicole Tschirner, Vorsitzende des RB-Fanclubs REDVOLUTION e.V., glaubt sogar, dass der aktuelle Zustand mit Geisterspielen und Fanausschluss noch bis Saisonende andauern wird. "Ich wäre gern zur Anfield Road gefahren", sagte sie. "Es ist sehr traurig, dass unsere Mannschaft die Spiele ohne unseren Support betreiten muss." Über das große Spiel gegen den englischen Traditionsverein freut sie sich trotzdem.

Wenn schon viele Fans die Hoffnung auf ein Live-Stadionerlebnis gegen Liverpool aufgegeben haben, so glimmt zumindest bei RB noch ein Fünkchen Hoffnung. Es ist sehr unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen, dass bei rasanter Besserung der Zahlen im Januar Fans in die Red-Bull-Arena dürfen. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten sich darauf festgelegt, dass Veranstaltungen unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner mit einem entsprechendem Hygienekonzept wieder mit Zuschauern durchgeführt werden dürfen. In Leipzig lag der Wert am 23. Dezember bei 237,2.