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"Bilanz durchwachsen" für den RB-Coach Zwischenzeugnisse für Marsch, Nagelsmann, Rose & Co. 

Jesse Marsch (r.) begrüßt seinen Vorgänger Julian Nagelsmann.

Jesse Marsch (r.) begrüßt seinen Vorgänger Julian Nagelsmann.

Julian Nagelsmann, Marco Rose, Steffen Baumgart: Etliche Trainerwechsel sorgten vor dem Saisonbeginn für mächtig Wirbel in der Bundesliga. Der SID hat den gewechselten Coaches ein Zwischenzeugnis nach einem Drittel der Saison ausgestellt.

BESTENS ANGEKOMMEN

JULIAN NAGELSMANN: Der Wechsel des Shootingstars der Trainer-Szene für bis zu 25 Millionen Euro von RB Leipzig zu Bayern München war das ganz große Thema im Sommer. Es war gut angelegtes Geld des Rekordmeisters - zumindest erwecken die ersten Monate des FCB unter Nagelsmann den Eindruck. Mit seiner innovativen Arbeitsweise und dem Talent zur Mannschaftsführung kommt der 34-Jährige an und die Ergebnisse stimmen - mit einer großen Ausnahme. Das 0:5 im DFB-Pokal in Mönchengladbach und die damit abgeschenkte erste Titelchance trübt den Gesamteindruck. Nagelsmann fehlte bei dem Spiel allerdings aufgrund einer Coronainfektion.

STEFFEN BAUMGART: Der Mann mit der Schiebermütze hat mit einem Topstart die Domstadt verzaubert. Baumgarts Idee vom aggressiven Anlaufen und einem schnellen Umschaltspiel war schnell auf dem Platz zu erkennen, Spieler wie Anthony Modeste blühen plötzlich wieder auf. Zudem kommt der frühere Stürmer als Typ mit Kultfaktor an. Die vergangenen Wochen zeigen aber auch deutlich, dass die Erwartungen nicht zu groß werden sollten. Mittlerweile steht der FC auf Rang elf im gesicherten Mittelfeld - für einen Fast-Absteiger dennoch eine klar positive Entwicklung.

NOCH IN DER FINDUNGSPHASE

MARCO ROSE: Platz zwei in der Liga passt für Borussia Dortmund, der BVB steht zudem im Achtelfinale des DFB-Pokals, international droht aber der Abstieg aus der Champions League in die Europa League. Die Erwartungen an den vorherigen Coach von Borussia Mönchengladbach sind groß. Zu 100 Prozent erfüllen konnte sie der 45-Jährige noch nicht. Gerade in Topspielen wie gegen die Bayern und Leipzig fehlt Roses Elf bislang ein Quäntchen.

JESSE MARSCH: Die Nachfolge von Nagelsmann ist kein einfacher Job und Marsch ist noch dabei, sich freizuschwimmen. Die Bilanz mit zehn Punkten Rückstand in der Liga auf Tabellenführer München und dem frühzeitigen Champions-League-K.o. ist für die Ansprüche des Vizemeisters durchwachsen. Wichtig war der 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund vor der Länderspielpause, hier gilt es am Samstag in Hoffenheim anzusetzen.

GERARDO SEOANE: Nach dem 7. Spieltag stand Bayer Leverkusen punktgleich hinter den Bayern auf Rang zwei der Bundesliga-Tabelle. Es folgte eine 1:5-Klatsche gegen die Münchner, die vier Runden später um zehn Punkte enteilt sind. In der Europa League spielt die Werkself teilweise groß auf, im DFB-Pokal scheiterte sie an Zweitligist Karlsruhe. Seoane muss Konstanz in die Leistungen kriegen.

ADI HÜTTER: Der Fehlstart von Borussia Mönchengladbach nahm besorgniserregende Züge an. Doch ab dem Spätsommer schafften die Fohlen eine Trendwende mit dem Highlight des Kantersieges im DFB-Pokal gegen die Bayern. Für Hütters Team gilt es nun am Samstag gegen den Underdog aus Fürth nachzulegen und an den Europacup-Plätzen dranzubleiben.

UNTER DRUCK

OLIVER GLASNER: Im Europacup hui, in der Liga pfui: Die Eintracht ist in dieser Saison ein Rätsel - bislang wohl auch dem neuen österreichischen Trainer, der aus Wolfsburg kam. Glasner sollte die launische Diva vom Main schnell zähmen, sonst droht es unangenehm zu werden. Für Frankfurt und für Glasner.

SCHON WIEDER WEG

MARK VAN BOMMEL:

Das Engagement des einstigen Bayern-Stars in Wolfsburg fällt in die Kategorie Missverständnis. Schon der Wechselfehler und das folgende Aus im DFB-Pokal wogen schwer, die Entwicklung der Mannschaft zeigte nach guten Anfangsergebnissen dann schnell in die falsche Richtung. Nachfolger Florian Kohfeldt erweist sich mit drei Siegen aus drei Pflichtspielen bislang als Glücksfall für den VfL. (SID)