Formcheck bei RB Leipzig Nur ein Spieler ist wirklich in Topform
Die RB-Krise hängt auch mit den vielen formschwachen Akteuren zusammen. RBlive bewertet, in welcher Verfassung die Spieler zum Saisonstart sind. Dabei sticht lediglich ein Akteur wirklich heraus.

Leipzig – RB Leipzigs Formkrise hängt auch mit der individuellen Verfassung vieler Spieler zusammen, die ihre Form suchen. Zu viele Akteure haben nach der Weltmeisterschaft noch kein Toplevel; zu wenige Akteure performen zumindest zuverlässig oder überraschen gar.
Nusa mit WM-Rückenwind
Der einzige, der rund um den Saisonstart wirklich in Topform ist und mit dem Rückenwind der WM-Viertelfinal-Teilnahme konstant abliefert, ist Antonio Nusa. Der Norweger macht auf dem linken Flügel Betrieb und ist gerade Leipzigs Mann für die besonderen Momente und schönen Tore. In den vergangenen beiden Jahren warteten alle auf seinen Durchbruch, in dieser Saison ist es wohl soweit, was er im RBlive-Interview selbstbewusst angekündigt hatte.
Nusa dribbelt, flankt, setzt seine Mitspieler in Szene und sucht selbst mehr Abschlüsse. Mit zwei Toren und zwei Assists in vier Spielen ist er unter den Topten in der Bundesliga. Nun muss der 21-Jährige auch in Spielen, in denen es nicht nach Wunsch läuft noch mehr Verantwortung übernehmen, Bälle fordern und Torgefahr ausstrahlen.
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Zwei Youngster überzeugen meist
Formstark, wenn auch aufgrund ihrer Unerfahrenheit auf Topniveau noch nicht stabil genug, sind sonst nur die Youngster Tidiam Gomis und Ezechiel Banzuzi, die beide viel Spielzeit bekommen und das teilweise auch nutzen. Banzuzi hatte als Achter starke Partien gegen Gladbach und den HSV. Gomis sammelte schon drei Scorerpunkte und ist hinter Nusa vor dem Tor der effizienteste Akteur bei RB gerade. Solide Leistungen bringen Routiner Willi Orban und Sechser Neil El Aynaoui, der als Zugang sofort Verantwortung übernahm und Demichelis' Schlüsselspieler als Spielmacher auf der Sechs werden soll.
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Ach Brajan Gruda hat als Zehner und auf dem rechten Flügel gute Leistungen gezeigt, wenn er gespielt hat, ist jedoch bereits zu zweiten Mal in der noch jungen Saison verletzt und somit nicht konstant verfügbar.
Topform: Antonio Nusa.
Ansteigende Form: Tidiam Gomis, Ezechiel Banzuzi.
Zuverlässig: Willi Orban, Neil El Aynaoui.
Nusa sucht nach einer Position, Bakayoko enttäuscht komplett
Bei Ridle Baku und Torhüter Maarten Vandevoordt wechseln sich hervorragende Leistungen und schwere Patzer, die beiden etwa gegen Leverkusen unterliefen, ab. Beide suchen noch nach Konstanz auf höchstem Niveau. Youngster Andrija Maksimovic hat gute Ansätze, kann diese aber noch nicht beständig abrufen. Der Rest des Kaders ist aus unterschiedlichen Gründen nach der WM auf Formsuche beziehungsweise verletzt.
Dazu gehört auch Christopher Nkunku, der zwar einzelne Lichtblicke wie sein Abseitstor gegen Leverkusen hat, aber noch nicht wieder bereit genug für den laufintensiven RB-Fußball ist, den Demichelis von ihm erwartet. Zudem sucht der Coach noch nach einer Position für den Franzosen, der bislang als hängende Spitze, auf dem rechten Flügel und als Zehner getestet wurde und noch nicht überzeugen konnte.
Besonders enttäuschend ist bislang die Performance von Johan Bakayoko, der in der Vorbereitung viel Spielzeit auf dem rechten Flügel bekam, die Chance, Nachfolger von Yan Diomande zu werden, aber verspielte und gegen Bremen enttäuschte.
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Zu großes Lazarett
Zudem sind und waren zu viele Spieler immer wieder verletzt – auch aufrund von muskulären Problemen wie bei Rocco Reitz, Marc Guiu, Brajan Gruda, Castello Lukeba. Andere erhielten wie Linksverteidiger Max Finkgräfe, der eine gute Vorbereitung absolvierte, kaum Spielzeit.
Inkonstant: Ridle Baku, Maarten Vandevoordt, Andrija Maksimovic.
Auf Formsuche: Romulo, Maxime Estève, David Raum, Christopher Nkunku, Nicolas Seiwald, Benjamin Henrichs.
Komplett enttäuschend: Johan Bakayoko.
(Immer wieder) verletzt und ohne Rhythmus: Brajan Gruda, Castello Lukeba, Christoph Baumgartner, Rocco Reitz, Assan Ouédraogo, Marc Guiu.
Kaum oder keine Spielzeit und nicht zu bewerten: Lukas Klostermann, Max Finkgräfe, Abdoul Koné, Ørjan Nyland, Leopold Zingerle, Samba Konaté, Benno Kaltefleiter, Viggo Gebel.