RB Leipzig

Holpriger Start für Ex-RB-Profi Hannes Wolf bei Gladbach: Hausiert Trainer Marco Rose bewußt mit Einsätzen?

Von (RBlive/hen) 12.10.2020, 10:37
Hannes Wolf nimmt Tuchfühlung zur Sohle von Dortmunds Giovanni Reyna auf.
Hannes Wolf nimmt Tuchfühlung zur Sohle von Dortmunds Giovanni Reyna auf. Imago/Norbert Schmidt

Eine Hürde auf dem Weg zurück zur Topform hat Hannes Wolf schon gerissen. Er hat sein Einsatzzeitenkonto von 53 Minuten in der Saison 2019/2020 auf 147 Minuten nach nur drei Spieltagen in der aktuellen hochgeschraubt. Ein Wechsel von RB Leipzig zu Borussia Mönchengladbach sei Dank.

Zwei Juppie-Auftritte

Trotzdem ist der Österreicher immer noch so weit von einem Stammplatz entfernt wie in Leipzig, wo er unglücklich wurde nach seinem schweren Knöchelbruch bei der EM vergangenen Sommer. Erst die lange Reha-Zeit, dann keine Lücke mehr im Stammkader, schließlich zwei Juppie-Auftritte in den sozialen Netzwerken: Trainer Julian Nagelsmann hatte nur wenige Gründe, den 21-Jährigen in die erste Reihe zu holen.

Deshalb der Wechsel zu seinem früheren Salzburger Trainer Marco Rose. Doch auch bei den „Fohlen“ tut sich der Ex-„Bulle“ schwer und sitzt nach zwei Startelfeinsätzen zu Beginn der Saison im Pokal und gegen Dortmund wieder nur auf der Bank. Seine schwere Verletzung sei hauptsächlich schuld daran, sagte er nun gegenüber dem Sportportal Laola1: "Deswegen kann man nicht davon ausgehen, dass ich in den ersten Spielen gleich explodiere. Ich gebe mir Zeit und hoffe, die Leute verstehen das auch."

Roses Zurückhaltung

An Leipzig will er jedenfalls nicht mehr denken, obwohl er dem Klub noch gehört. Gladbach hat Wolf nur geliehen. "Ich wurde in jedem Spiel eingesetzt. Es geht in die richtige Richtung. Ich sehe es so, dass es jetzt mein erstes Bundesliga-Jahr ist. Das Jahr in Leipzig will ich wegen der Verletzung und der Gesamtsituation nicht unbedingt werten."

Aktuell holt sich Wolf in Österreichs U21-Nationalmannschaft weitere Spielpraxis und stand beim 1:0-Sieg gegen Kosovo am Freitagabend 90 Minuten auf dem Feld. Danach startet die Mission Stammplatz, schließlich hängt seine Zukunft dran. Die Leihe beinhaltet eine Kaufoption über angeblich neun Millionen Euro, die wohl greift, sobald Rose seinen früheren Schützling in 15 Spielen eingesetzt hat. Vielleicht erklärt das gerade seine Zurückhaltung.