RB Leipzig

Marius Müller will bis zur Winterpause RB-Entwicklung abwarten

11.09.2018, 09:58
Marius Müller.
Marius Müller. GEPA Pictures - Roger Petzsche

Dass Marius Müller in der Sommerpause RB Leipzig nicht verließ, darf als kleine Überraschung gelten. Noch im Mai hatte der Torhüter vor seiner Rückkehr nach Leipzig erklärt, dass er „keine Lust mehr hat, nochmals die Nummer 2,5 zu sein„. In der Saison 2016/2017 teilte er sich bei RB Leipzig mit Fabio Coltorti die Rolle als Nummer 2.

Nun ist die ehemalige Nummer 1 des 1. FC Kaiserslautern, von wo Müller 2016 zu RB wechselte und wohin er in der vergangenen Saison verliehen war, in Leipzig die Nummer 3. Eine Situation, die für ihn nicht zufriedenstellend sein kann.

Marius Müller will Situation bei RB Leipzig annehmen – zumindest bis zur Winterpause

„Ich hatte schon Möglichkeiten, woanders hinzugehen. Leider hat das nicht funktioniert“, erklärt Marius Müller in BILD die Wechsel-Untätigkeit im Sommer. Unter anderem der FC Ingolstadt soll Interesse gehabt haben, holte dann aber den erfahrenen Philipp Heerwagen. Als Nummer 1 wäre Müller auch in Ingolstadt nicht gesetzt gewesen.

„Ich habe mich dazu entschlossen, die Sache hier zu akzeptieren und anzunehmen“, meint der 25-Jährige zu seiner Situation bei RB Leipzig. Allzu lange will er die Dinge aber nicht laufen lassen. „Ich schaue erst mal bis Winter, wie sich das Ganze entwickelt“, macht er sich selbst und dem Verein Druck.

Drei Torhüter für drei Wettbewerbe?

Komplett negativ ist Müller bezüglich seiner Einsatzchancen bei RB Leipzig nicht. Dabei hofft er vor allem darauf, dass der Verein in drei Wettbewerben spielt. „Wenn du drei Top-Torleute hast, dann brauchst du drei Wettbewerbe.“ Spiele RB Leipzig nach der Winterpause beispielsweise nicht mehr in der Europa League, dann sei „womöglich ein Torhüter zu viel“.

Marius Müller spielte bereits 2016/2017 keine einzige Pflichtspielminute im Trikot von RB Leipzig. In der aktuellen Spielzeit feierte er beim 1:1 in der Europa-League-Qualifikation bei BK Häcken sein Debüt im RB-Dress. Hinter Peter Gulacsi und Yvon Mvogo, die jeweils in der Bundesliga und in der Europa League im Tor stehen, ist Marius Müller derzeit die klare Nummer 3 in Leipzig.