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Jahresrückblick 2022 – Teil 1Eine Achterbahnfahrt durchs Jahr in Bildern

Von Ullrich Kroemer und Martin Henkel Aktualisiert: 31.12.2022, 11:23
Provokation, Marketing oder einfach Feierfreude? Das Foto des Jahres bei RB Leipzig.
Provokation, Marketing oder einfach Feierfreude? Das Foto des Jahres bei RB Leipzig. (RBLeipzig/motivio)

Es gab schon außergewöhnliche Jahre in der noch jungen Geschichte von RB Leipzig. Doch 2022 sticht aus vielerlei Gründen hervor. Man kann sich vielleicht kaum erinnern, doch im Winter waren die Stadien noch leergefegt von den Corona-Maßnahmen. RB war der erste Profiklub, der dagegen klagte. Es folgte im Frühjahr ein Parforce-Ritt in der Europa League, der erst im Halbfinale gestoppt wurde. In der Meisterschaft führte Coach Domenico Tedesco das Team noch auf Rang vier und im DFB-Pokal in Unterzahl und im Elfmeterschießen zum Finalsieg. Mehr Drama geht nicht – eine Achterbahnfahrt durchs Jahr in Bildern, Teil 1:

Tränen hat man beim mittlerweile in die Red-Bull-Führung gewechselten RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff selten so oft fließen sehen wie 2022. Er vergoss sie nach dem Sieg im DFB-Pokal, beim Erreichen der Champions League – und auf einer denkwürdigen Pressekonferenz, bei der er Stellung zur Entscheidung der UEFA bezog, Europapokal-Gegner Spartak Moskau aufgrund des Ukraine-Krieges aus dem Wettbewerb auszuschließen. Kritik war laut geworden, weshalb RB die Partie nicht selbst boykottiert habe. Der Boss reagierte emotional: „Wenn man (…) so viel Scheiße liest“, fluchte Mintzlaff mit Tränen in den Augen, „dann ist das manchmal schon so, dass man sich fragt: Wie krank ist das eigentlich?“

Kopfbälle hebt sich Emil Forsberg für besondere Momente auf. In der Nachspielzeit köpfte der Schwede RB Leipzig gegen Union Berlin ins DFB-Pokalfinale. Diese Partie gehört zweifelsohne zu den emotionalsten des Jahres. „Es ist ja nix Neues, ich habe das schon ein paar Mal gemacht”, kommentierte Forsberg lässig. Bereits 2019 hatte er RB ins Achtelfinale der Champions League geköpft. Der Mann für die besonderen Tore.

Gewaltige Auswärtskulissen hat RB Leipzig schon einige überstanden. Aber das, was sich am 6. Mai bei den Glasgow Rangers ereignete, war einmalig. „Das ganze Stadion sang 90 Minuten durch, rö´hrte, dröhnte, die Oberränge vibrierten, als würde sich das Gebäude schütteln”, berichtete RBlive aus dem Ibrox-Park. In kaum einem anderen Stadion der Welt nehmen die Zuschauer so massiv Einfluss auf das Spiel wie bei den Rangers. RB unterlag 1:3 und kennt nun auch den Faktor Ibrox aus eigenem Erleben. Aus der Traum vom Finale in Sevilla.

Der Lauf von RB Leipzig in der Rückrunde war gigantisch, und doch kulminierte alles im letzten Saisonspiel bei Absteiger Bielefeld. Um ein Haar wäre die epochale Aufholjagd von Rang elf auf Platz vier vergebens gewesen, weil RB in der Saisonschlussphase Ideen und Puste ausgingen und Freiburg im Parallelspiel in Leverkusen lauerte. Ein Tor mehr für den SC und die Qualifikation für die Champions League wäre verspielt gewesen – bis Willi Orban mit seinem vielleicht wichtigsten Tor die Leipziger erlöste (90.+3). Ein kollektives Aufatmen und gutes Omen für das folgende Pokalfinale.

Darauf ein Red Bull: Kevin Kampl „entweiht” den Pott.
Darauf ein Red Bull: Kevin Kampl „entweiht” den Pott.
(RB Leipzig/motivio)

Red Bull im goldenen Pott: So ähnlich hat sich der verstorbene Dietrich Mateschitz das wohl ausgemalt, als er 2009 RB Leipzig gründen ließ. Nach dem dramatischen Finale von Berlin entfachte RB mit diesem Foto Drama in den sozialen Netzwerken. Statt Gratulationen gab es Hass. Feierbiest Kevin Kampl wurde für die Aktion derbe beleidigt und erklärte später, dass er gar nicht habe provozieren wollen: „Es war pure Freude und Emotion. Jeder, der den Pokal gewinnt, schüttet irgendwas da rein. Egal ob das dann am Ende Wodka, Whiskey oder Bier von irgendeinem Sponsor ist."

Die Rückkehr von Timo Werner zu seinem Wohlfühlklub RB war der Transfercoup des Jahres schlechthin. Zwei Jahre waren nur vergangenen seit seinem Wechsel zum FC Chelsea, das zweite verbrachte Werner meist auf der Bank. Also ließ er sich überreden, kehrte umjubelt an den Cottaweg zurück und gab nach seiner Torpremiere im ersten Spiel gegen Köln an, dass für ein Comeback im „Bullen“-Trikot vor allem das Altvertraute sprach, denn nah war die WM und der Nationalstürmer wollte in Bestverfassung nach Katar. Leider endete die Rückkehr nicht auf der großen Bühne, sondern im Krankenstand. Kurz vor dem Turnier verletzte sich Werner am Syndesmoseband.

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