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von Matthias Kießling

RB Leipzig will Erfolgswelle weitersurfen und Kölner Trendwende verhindern

RB Leipzig empfängt am zwölften Spieltag der Bundesliga den 1. FC Köln

RB Leipzig empfängt am zwölften Spieltag der Bundesliga den 1. FC Köln
Copyright: imago/ Picture Point LE, Collage: RBlive

Eine Länderspielpause zerreißt eine Saison für die Mannschaften der Bundesliga immer wieder ein bisschen. Wenn es gut läuft, ist es die Chance mal entspannt durchzuatmen. Wenn es schlecht läuft, bietet sich diese Phase vielleicht für einen Trainerwechsel an. Nie weiß man nach den zwei Wochen mit vielen Länderspielen allerdings ganz genau, wie ein Team in den nächsten Abschnitt startet und ob es einen Bruch zu den Spielen davor gibt.

RB Leipzig will an Ergebnisse von vor der Länderspielpause anknüpfen

Aus Sicht von RB Leipzig will man natürlich zu Beginn des letzten Blocks im Jahre 2019 mit acht Pflichtspielen an die Ergebnisse von vor der Länderspielpause anknüpfen. Vier Siege und 20:3 Tore pulverisierten die ersten Gedanken an eine handfeste Krise eindrucksvoll. Mit Timo Werner an der Spitze, der gegen Köln auf sein 200. Bundesligaspiel hoffen kann, verschaffte man sich in Champions League und Bundesliga eine sehr gute Ausgangsposition, während man im DFB-Pokal ins Achtelfinale einzog.

Dass so ein bisschen unsicher bleibt, inwiefern RB Leipzig nach der Länderspielpause an die Spiele zuvor anknüpfen kann, liegt auch daran, dass mit dem 1. FC Köln ein Team zu Gast ist, das eben die Länderspielpause dazu nutzte, Achim Beierlorzer als Trainer direkt vor dem Duell mit dem Ex-Klub zu entlassen und durch Markus Gisdol zu ersetzen.

Köln reagiert auf sportliche Talfahrt mit Beierlorzer-Entlassung

Der 1. FC Köln reagierte damit auf eine Talfahrt, die genaugenommen angesichts eines sehr schweren Aufwärtsprogramms nicht unerwartet kam, aber mit den Niederlagen gegen Düsseldorf, Mainz oder im Pokal gegen Saarbrücken auch negative Höhepunkte hatte, die so nicht eingeplant waren. "Ohne die nötigen Ergebnisse leidet der Glaube an das, was man tut. Wir waren der Meinung, dass es einen neuen Impuls braucht", begründete Ex-RBLer Frank Aehlig die Trennung von Beierlorzer gegenüber RBlive.

Für RB Leipzig ergibt sich dadurch die etwas schwierige Situation, gegen eine Mannschaft anzutreten, gegen die man sich eher schwer vorbereiten kann, weil man nicht weiß, an welchen personellen und taktischen Stellschrauben der neue Trainer in der Kürze der Zeit drehen wird. Von Vorteil dabei ist wiederum, dass Gisdol bereits verschiedentlich in der Bundesliga gearbeitet hat und Nagelsmann ihn aus seinen Hoffenheimer Tagen direkt kennt.

Markus Gisdol steht für Intensität, Umschalten und zweite Bälle

Gisdol steht für einen Spielstil, der in Sachen Aggressivität von dem Stil Beierlorzers gar nicht so weit entfernt ist."Ich kenne seine Spielidee", glaubt Nagelsmann vor dem vierten direkten Aufeinandertreffen mit Gisdol zu wissen. Bisher konnte er gegen den Trainerkollegen noch nie gewinnen. Gisdol stehe für Balleroberungen, schnelles Umschalten und dafür, schnell hinter die Kette zu kommen.

Teamvergleich RB Leipzig gegen 1. FC Köln - Bundesliga-Daten 2019/2010

Teamvergleich RB Leipzig gegen 1. FC Köln - Bundesliga-Daten 2019/2010

Auch der lange Ball und der Kampf um zweite Bälle gehört zum Gisdol-Repertoire. Entsprechend stellt Nagelsmann seine Mannschaft auf diese Laufwege ein. Einstellen darf sich RB Leipzig auch darauf, dass Köln mit sehr viel mehr Intensität auftreten dürfte als in den letzten Spielen. Zumindest stehen Gisdol-Mannschaften für gewöhnlich für viele Zweikämpfe und hohe Laufbereitschaft. Gerade letzteres war in der bisherigen Saison eher gering ausgeprägt. In allen Laufstatistiken liegen die Kölner aktuell im hinteren Drittel der Bundesliga.

Köln kreiert zu wenig direkte Torgefahr

Dass Köln auf dem vorletzten Tabellenplatz liegt, hat auch, aber nicht nur mit Pech zu tun. Zuletzt verpatzte der Videobeweis in der Nachspielzeit die Möglichkeit, gegen Hoffenheim einen verdienten Punkt mitzunehmen, als Schiedsrichter Robert Kampka nach Konsultation des Monitors einen berechtigten Elfmeter für die TSG pfiff. Zuvor hatte der Effzeh allerdings in der Offensive auch die große Chance auf den Ausgleich liegenlassen.

Im vorderen Spieldrittel lagen bisher auch generelll die Probleme der Kölner. Während man defensiv vor allem wegen individueller Fehler und nicht wegen systematischer Probleme Tore kassierte, tat man sich offensiv schwer, sich überhaupt Chancen zu erarbeiten. Nur 41 Schüsse auf das Tor sind der schwächste Wert in der Bundesliga. Und zusätzlich war man auch in der Chancenverwertung nachlässig und schoss rund zwei Tore weniger als man den Chancen nach erwarten würde.

RB Leipzig möchte Kölner Trendwende noch mal verschieben

Die Aufgabe für Markus Gisdol ist nicht anspruchslos, aber klar definiert. Mehr Intensität ins Spiel bringen. Die Mannschaft so organisieren, dass sie in der Defensive weniger Fehler macht. Und dafür sorgen, dass in der Offensive klarere Aktionen mit mehr Durchschlagskraft gesetzt werden. Mit Modeste, Cordoba, Terodde, Drexler, Schaub oder Schindler hat Köln im vorderen Drittel eigentlich vergleichsweise viel Qualität, mit der man in Richtung Klassenerhalt gut aufgestellt ist.

Dass diese ins Laufen kommt, kann aus RB-Sicht sicher noch ein bisschen warten. "Ich wünsche Markus Gisdol viel Erfolg. Ab Sonntag kann er mit seiner Erfolgsserie starten", formulierte Julian Nagelsmann salomonisch vor dem Spiel am Samstagabend. Und hofft darauf, dass seine Mannschaft den Schwung von vor der Länderspielpause nicht verloren hat.

(RBlive/ mki)

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