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Ex-Profi mit „Stallgeruch”? Mintzlaff erwartet neuen Sportdirektor bei RB Leipzig nicht zu Saisonbeginn

Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff sucht einen neuen Sportdirektor.

Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff sucht einen neuen Sportdirektor.

RB Leipzig hatte einmal mit dem Claim "Hungry for more" für höhere Ambitionen geworben und war in der letzten Saison länger im Rennen um die Meisterschaft als je zuvor. Ziel bleibt aber die Qualifikation zur Champions League, bekräftigt Mintzlaff. "Wir werden auch in der kommenden Saison nicht von Titeln sprechen", sagt er der Sport Bild (Mittwoch). 

Marsch ist "kein Notnagel"

Es sei denn, Leipzig schafft es auch unter Jesse Marsch ins Pokalfinale. Vom früheren Rangnick-Assistenten erwartet der RB-Boss eine Weiterentwicklung der Mannschaft. Kein Trainer sei in Leipzig ein Notnagel, auch nicht der Nachfolger des vorzeitig zum FC Bayern München entlassenen Nagelsmann. Ein persönliches Treffen war zur Verpflichtung von Marsch nicht nötig. Man kenne sich "so gut, dass wir das per Telefon und Videocall besprechen und uns einigen konnten."

RB Leipzig sucht ein weiteres Gesicht des Teams

Nun fehlt neben einigen Spielern auch auf der Positionen des Sportdirektors noch ein neuer Name. Aktuell füllt Mintzlaff die Rolle gemeinsam mit Christopher Vivell und Florian Scholz aus, die Markus Krösche innehatte. Mit der Personalie haben es die RB-Bosse weniger eilig, als im April noch angekündigt war. Ursprünglich sollte sie "zeitnah" erfolgen, nun hält Mintzlaff es sogar für ausgeschlossen, dass zum Saisonbeginn der gesuchte Mann gefunden ist. Denn auf der internen Liste stehen "keine Personen, die zu Hause sitzen und auf einen Anruf warten."

Kommt ein Ex-Spieler zurück?

Drei Namen soll sie enthalten und darunter sind womöglich wie bei der Rückholaktion von Marsch bereits bekannte Gesichter. Mintzlaff spricht von "Stallgeruch" und einer Profivergangenheit. Einer wie Tim Sebastian, der bereits Teammanager war, dürfte nicht darunter sein. Der kluge Marvin Compper, der beim MSV Duisburg als Co-Trainer aufgehört hat, wäre bei entsprechender Weiterbildung ein Kandidat; für Fabio Coltorti kommt eine Rückkehr zu früh. Wahrscheinlicher ist ein früherer Bundesligaspieler mit Ambitionen im administrativen Bereich, der aber andernorts abgeworben werden muss. Einer wie Ex-Bundesligastürmer Stefan Kießling, der aktuell den neu geschaffenen Manager-Lehrgang beim DFB besucht und bei Bayer Leverkusen als Referent der Geschäftsführung angestellt ist.

Beim Aufgabenprofil, dem Klub neben Marsch nach außen ein zweites Gesicht zu geben und eine öffentliche Rolle einzunehmen, wird der neue Sportdirektor in Sachen Scouting, Kaderplanung und Verhandlung aber weiterhin nicht hauptverantwortlich sein.

Die Dreierspitze der sportlichen Führung hatte RB im Sommer 2020 eingeführt. Damals wurde betont, den Sportdirektor zu entlasten und "mehr Expertise" zu holen. Krösche hatte anschließend erklärt, es habe sich nicht viel an seinen Aufgaben geändert. Ein gutes halbes Jahr später gab es die ersten Gerüchte über eine Beendigung der Zusammenarbeit, schließlich ließ Leipzig ihn überraschend vorzeitig und ohne Ablöse aus seinem Vertrag und in Frankfurt unterschreiben.

Mintzlaff über Krösche: "Nicht die Augen ausgekratzt"

Weiterhin betont Mintzlaff aber die Trennung im Guten. "Wir haben uns nicht die Augen ausgekratzt, sondern vernünftig zusammengearbeitet", erklärt er. Und geht fest davon aus, dass sich die beiden Seiten beim nächsten Aufeinandertreffen mit einem Lachen begegnen werden. Ein Wiedersehen war allerdings auch beim Pokalfinale angekündigt, dem Krösche am Ende doch fernblieb.

(RBlive/msc)