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Kommentar zur Champions-League-Rückkehr von RB Vorsicht vor Hybris: Kurs halten!

RB Leipzig hat sich mit den alten Tugenden zurück in die „Königsklasse” gespielt. Das war nicht immer glanzvoll, doch durchzogen von einem starken Teamspirit, der die Mannschaft durch die Saison getragen hat, und klugen Veränderungen in der Krise.

Von Ullrich Kroemer 10.05.2026, 11:00
RBlive-Reporter Ullrich Kroemer.
RBlive-Reporter Ullrich Kroemer. (Foto: imago/privat/RBlive)

Leipzig – Im Frühjahr 2025 war vieles vage. Die Mannschaft spielte wie gelähmt, RB hatte keinen Trainer mehr und verspielte das internationale Geschäft. Der gesamte Klub schien wie entgleist und steuerte in eine ungewisse Zukunft. Dass es einen Umbruch geben sollte, war klar. Doch es war offen, wie der gelingen, wie mit den alten Helden verfahren werden und neue verpflichtet werden sollten.

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Damals wurde eine zweijährige Zeit des Umbruchs ausgerufen, die von Boss Oliver Mintzlaff im Winter mal eben auf ein Jahr reduziert wurde. Dass es der Red-Bull-Klub zehn Jahre nach dem Aufstieg in die Bundesliga nun tatsächlich auf Anhieb wieder zurück in die Champions League geschafft hat, ist das Ergebnis vieler guter Entscheidungen der Klubführung um die Geschäftsführer Marcel Schäfer, Johann Plenge und Florian Hopp sowie das globale Team um Jürgen Klopp, die in der Krise getroffen wurden.

Werner als Trainer: Darauf musste man auch erstmal kommen

Der Klub hat sein Profil wieder geschärft und ist auf jenen Pfad zurückgekehrt, der ihn erfolgreich gemacht hat. Es sind nicht die 40- bis 50-Millionen-Euro-Transfers mit scheinbar eingebauten Erfolgsgarantien, die Rasenballsport erfolgreich machen, sondern Toptalente wie Yan Diomande, der in diesem Jahr die gesamte Liga verzaubert hat. 

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Für den aufwändigen RB-Fußball braucht es eine funktionierende Kabine mit gutem Arbeitsethos und Teamspirit, die die Shootingstars erdet. Für dieses Arbeitsklima ist in erster Linie Ole Werner verantwortlich, der diese Attitüde gemeinsam mit den Führungsspielern klar und kompromisslos vorlebt. Einen Trainertypen wie Werner zu verpflichten, darauf musste man bei RB auch erstmal kommen und das Vorhaben durchsetzen – es war genau die richtige Idee.

Klopps neues Erfolgssystem

Zurückzuführen ist diese auf Jürgen Klopp, der mit seinem Team auch einen für alle Standorte und Teams gültigen Fußball-Leitfaden entwickelte, wie das neue Spielsystem aussieht. Durch die neue Systematik mit zwei Flügelstürmern war es erst möglich, Diomande zum Leuchten zu bringen.

Nun hat RB zwar die Champions League erreicht, doch es gibt weiter viele fußballerische Baustellen, zu denen etwa Leistung und Punkteausbeute gegen Topteams gehört. Genauso wie die Reife, seriös und ohne Zittereinlagen mit Führungen umzugehen. All das wird in der kommenden Saison in der Champions League auf einem anderen Level abgefragt werden.

Kurs halten, Vertrauen haben

Doch RB steht für Entwicklung, und diesem Trainer ist ebenso Entwicklung zuzutrauen wie vielen, jungen Spielern wie eben Diomande, Assan Ouédraogo, Brajan Gruda, Antonio Nusa, Max Finkgräfe, Zugang Rocco Reitz etc. Wichtig ist dabei nur, dass die Leipziger keiner Hybris anheimfallen, die bisweilen durch die Flure der Chefetage des Investors Red Bull wabert, nun plötzlich wieder unter Europas Topteams mitmischen zu wollen und die allesamt vernünftigen Entscheidungen dieser Saison wieder über den Haufen zu werfen. Wenn etwa mitten in der Crunchtime der Saison Namen von angeblichen Traineroptionen wie Xabi Alonso, Cesc Fàbregas und Oliver Glasner hervorgekramt und medial in Umlauf geraten, ruft das böse Vorahnungen hervor.

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Dazu gehört, einem erfolgreichen, kompetenten und komplett uneitlen Trainer wie Werner weiter das volle Vertrauen zu schenken und die neuen, alten Transfer-Leitlinien zu achten. Gleiches gilt für Schäfer, dessen Job als Verantwortlicher vor Ort zwischen Mintzlaff, Klopp & Co. kein leichter ist, der diese Herkulesaufgabe jedoch bravourös umgesetzt hat. Wenn es nun noch gelingt, Spieler wie Yan Diomande auch mal zu halten, das Team weiter punktuell zu verstärken und eine neue, stabile Achse mit Identifikationskraft aufzubauen, kann daraus auch wieder eine europäisch erfolgreiche Mannschaft erwachsen.

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