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RB Leipzig vs. TSG Hoffenheim: 5 Gründe gegen einen Rückrunden-Absturz

Ralf Rangnick war schon einmal ganz oben mit Aufsteiger TSG Hoffenheim. Läuft es mit RB Leipzig anders?

Ralf Rangnick war schon einmal ganz oben mit Aufsteiger TSG Hoffenheim. Läuft es mit RB Leipzig anders?
Copyright: imago

Schon wieder geht es für RB Leipzig zuhause in ein Topspiel. Nachdem mit Eintracht Frankfurt zuletzt der Tabellenvierte deutlich unter die Räder kam, kommt jetzt die ungeschlagene TSG Hoffenheim als Dritter. Es geht also gegen den Verein, mit dem Ralf Rangnick seinen letzten großen Aufstieg feierte. Nach dem Absturz ins Mittelmaß und Differenzen mit Clubmäzen Dietmar Hopp verließ er die TSG Hoffenheim. Sind die Wege der beiden Vereine vergleichbar?

Ralf Rangnick verbindet RB Leipzig und TSG Hoffenheim

Was die TSG Hoffenheim mit RB Leipzig verbinde, sei die relativ überschaubare Bundesligahistorie. Die TSG Hoffenheim stieg 2008 mit Ralf Rangnick auf, acht Jahre darauf führte er RB Leipzig ins Oberhaus. „Ralf ist die verbindende Komponente mit seiner Aufbauarbeit“, sagte Ralph Hasenhüttl auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. In beiden Vereinen konnte der detailversessene Schwabe sein eigenes Konzept ausleben. Die Philosophie bei Neuverpflichtungen ähnele sich daher schon. „Wir haben unsere Philosophie mit jungen Spielern. Hoffenheim plant mittlerweile auch sehr weitsichtig.“

Und es kommt nicht von ungefähr, dass viele Spieler und Angestellte vor ihrem Engagement in Leipzig schon in Hoffenheim unter Vertrag standen. Einer derjenigen ist Marvin Compper. Der 31-jährige sieht allerdings wenig Schnittmengen zwischen seinem aktuellen und ehemaligen Arbeitgeber. „Es sind zwei Vereine, zwei Geschichten, zwei verschiedene Orte. Es gibt nicht so viele Gemeinsamkeiten.“

Ist RB Leipzig ähnlich absturzgefährdet?

Den Vergleich der sportlichen Situation der TSG Hoffenheim von 2009 mit RB Leipzig von 2017 liegt nahe. Aber läuft meist auf das bessere Ende für RB Leipzig hinaus. Marvin Compper ist von der defensiven Stabilität überzeugt und fürchtet keinen Leistungseinbruch: „Wer unsere 17 Spiele gesehen hat, weiß, dass wir Konstanz haben.“

Ähnlich sieht es dieser Tage fast jeder in der Fußballbranche, der zum Emporkömmling befragt wird. Ob Ottmar Hitzfeld, Lothar Matthäus, Hans-Joachim Watzke oder Uli Hoeneß. Viele sehen RB Leipzig hinter dem FC Bayern, aber in der Champions League. Hier die Gründe, warum es nicht zu einem Absturz von RB Leipzig kommt.

1. Umfeld und Möglichkeiten der Vereine komplett verschieden

Derselben Meinung schließt sich auch Ralph Hasenhüttl an und bezieht sich vor allem auf die Fans von RB Leipzig. „Das Umfeld der Vereine kann man kaum vergleichen. Wir haben eine Stadt im Rücken, die sehr große Fußballtradition hat und ein Publikum, dass aus der Stadt selbst kommt.“ Weiteres Potential in Leipzig sieht Ralf Rangnick gegenüber goal.com: „Größe der Stadt, Zahl der Fans, Sponsoren, Medieninteresse – da hat Leipzig eine größere Dimension. Wir können auf lange Sicht mehr werden als nur eine regionale Größe.“

2. Duell der Mäzene: Dietmar Hopp gegen Dietrich Mateschitz

Einen Vergleich der beiden Geldgeber findet er unpassend. Hinter Leipzig stehe „mit Red Bull als Hauptsponsor ein Konzern und viele weitere starke Partner.“ SAP-Gründer Dietmar Hopp hatte den Verein seines Herzens seit über 20 Jahren privat finanziert, deswegen durfte er 96% der vereinseigenen GmbH übernehmen und so die 50+1-Regel umgehen.

Vor allem fällt der Vergleich der Ambitionen ins Gewicht. 2011 schraubte die Klubführung unter Dietmar Hopp die Ansprüche TSG Hoffenheim zurück, Carlos Eduardo und Luiz Gustavo wurden verkauft. Die unterschiedlichen Erwartungen haben letztlich zur Trennung zwischen Rangnick und Hoffenheim geführt. In Leipzig sieht es eher umgekehrt aus. Während Ralf Rangnick langfristig hohe Ziele gesteckt hat, hat Dietrich Mateschitz kein Problem damit, einen Turbo einzulegen.

3. Breiter Kader macht RB Leipzig unabhängig von Stars

Die Hinrunde, in der es nach dem Herbstmeistertitel für TSG Hoffenheim abwärts ging, lief in vielerlei Hinsicht ähnlich wie RB Leipzig erste 17 Bundesligaspiele. Die Aufsteiger dominierten mit erfolgreichem Angriffsfußball einer unbekannten Mannschaft die Liga.

Ralf Rangnick hat seitdem dazu gelernt. In der Rückschau fand er Gründe, wieso man letztlich nur siebter wurde. Die Verletzung von Toptorjäger Vedad Ibisevic sei schwer zu kompensieren gewesen. RB Leipzig beweist seit Wochen, dass Ausfälle gut aufgefangen werden. Zuerst reihenweise in der Defensive, seit Emil Forsbergs Sperre auch offensiv. Ralph Hasenhüttl kann es sich leisten, in Dominik Kaiser einen Anführer auf der Bank zu lassen.

4. Unbeirrbarer Realismus und Konzentration auf den Moment

Hohe Erwartungen hatte er damals selbst durch seine forschen Sticheleien gegen den FC Bayern angefacht. Heute zieht RB Leipzig auch an einem Strang, wenn es um die Außenkommunikation geht. Falsche Erwartungen weckt dabei niemand. Stattdessen konzentriert man sich sportlich zu jeder Zeit auf den Moment.

5. Stadionneubau vom Tisch – auch für das Vereinsklima

Nicht zuletzt brachte der Stadionumzug in die eigens gebaute Arena Schwierigkeiten mit sich. Auch hier hat Ralf Rangnick wohl gelernt: zuletzt verständigte man sich mit Stadionbesitzer Michael Kölmel auf den Kauf der Red Bull Arena. Ein Neubau und Umzug ist vorerst vom Tisch und wäre wohl unter keinen Umständen während der Saison erfolgt. Aus der Red Bull Arena will man auch während des Ausbaus nicht weichen.

Ob RB Leipzig die TSG Hoffenheim besiegen kann und alles weitere zum Duell erfahren Sie am Samstag auf RBLive. Weitere Stimmen vor der Partie finden Sie hier.

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